Der Gewinn liegt im Einkauf – Verkauf meiner Upstart-Aktien

Im Handel sagt man, der Gewinn liegt nicht im Verkauf, sondern im Einkauf. So ist es bei Aktien auch. Viele Aktien sind die letzten Wochen stark eingebrochen, sind jetzt mit dicken Kursabschlägen erhältlich. Allerdings ist nicht immer alles Gold, was glänzt, so ist es bei Aktien auch.

Es ergeben sich aktuell viele Gelegenheiten, gute Aktien einzusammeln. Die Betonung liegt auf gute. Es gibt auch haufenweise Schrotthaufen, die kein Geld verdienen und total überbewertet sind, teilweise sogar noch nicht einmal einen Cent Umsatz generiert haben. Die meisten Technologie-Aktien sind überbewertet, dies ist so, dass wird sich auch nicht ändern.

Ich habe die letzten Tage so einige Aktien eingesammelt, welche stark eingebrochen sind. Mit etwas Geduld werden die sich auch wieder erholen. Ich sehe es ganz pragmatisch. Die höchsten Wachstumsraten liegen nun mal meistens im Techbereich, daher werden die Anleger auch diese Aktien kaufen und für steigende Kurse sorgen.

Ich hatte mir vor einiger Zeit Aktien von Upstart Holdings (WKN: A2QJL7 / ISIN: US91680M1071) gekauft, ein Online-Kreditmarktplatz mit künstlicher Intelligenz, die war dann stärker eingebrochen. Vorgestern ist die Aktie um 48 Prozent hochgeschossen, gestern, als ich diesen Beitrag gestern geschrieben habe, war sie nochmals 104 Prozent im Plus. Der Grund für den steilen Kursanstieg am Mittwoch liegt in der Bekanntgabe der Übernahme von Prodigy Software durch Upstart. So schnell kann es gehen.

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Bei dem erneuten Anstieg am Donnerstag habe ich aber meine Position geschlossen und warte darauf, dass es wieder steil nach unten geht, zum erneuten Kauf. Ich vermute nämlich, dass der steile Anstieg gestern auf Shortseller basiert, welche sich mit den Aktien eindecken mussten.

Auch die Gesundheitsaktien haben stark nachgegeben. Hier habe ich ebenfalls einige eingesammelt, teils welche, die ich vor einiger Zeit zu einem höheren Kurs abgestoßen habe und noch nicht solange in meinem Depot waren. Altaktien verkaufe ich natürlich nicht, die behalte ich für immer, außer das Geschäftsmodell ist nicht mehr zukunftsfähig,

Man hört immer wieder von SPACs. Diese Mantelgesellschaften sind meistens total überbewertet, da muss man ganz genau hinschauen, ob man sich solche Aktien ins Depot holt. Der sicherste Weg ist immer, Aktien von profitablen Unternehmen zu kaufen, wo Umsatz und Gewinn steigen.

Ich kaufe hin und wieder auch andere Aktien, wie MongoDB, Snap, HubSpot oder Twilio. Dies läuft bei mir dann unter risikoreicheren Positionen. Bisher entwickeln sich diese Aktien ganz gut. Für Anfänger sind diese Aktien aber nichts, auch nicht für jemanden, der es etwas ruhiger mag, weil die Volatilität höher ist.

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Jetzt muss man die Gelegenheiten nutzen, gute Aktien einzusammeln. Auch wenn es vielleicht noch etwas dauert, bis diese Aktien wieder auf breiter Front kräftig anziehen. Der Moment wird kommen, dann wird geerntet.

Aktuell steigen die Renditen bei den US-Staatsanleihen wieder, was den Nasdaq Donnerstag stark belastet hat. Sie lagen gestern schon bei 1,75 Prozent. Zwei Prozent halte ich auch in Kürze für realistisch. Es muss erst wieder etwas Ruhe einkehren, dann geht die Rally bei den Tech-Aktien auch weiter, bis dahin bleibt es unruhig. Bei den Old Economy Aktien sind wieder neue Rekorde vermeldet worden, nach den Äußerungen von Jerome Powell.

Der Fed-Chef erwartet ein starkes Wirtschaftswachstum in den USA 2021 mit 6,5 Prozent, Deutschland 3,1 Prozent zum Vergleich. Die Zinsen sollen unten bleiben, die Geldpolitik bleibt locker. Dies ist alles gut für den Aktienmarkt. Deswegen mische ich gerne mein Depot mit halb Tech und halb Old Economy Aktien. Dies erspart mir das Umschichten, wenn Sektoren rotieren, wie jetzt gerade.

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