Deutsche Energie-Aktie des Tages: Uniper SE

Die Uniper-Aktie (WKN: UNSE01 / ISIN: DE000UNSE018) befindet sich im freien Fall, zwei Drittel Kursverlust seit Dezember 2021. Gestern ging es erneut fünfzehn Prozent nach unten. Krisen bieten für Anleger aber auch Chancen.

Uniper ist der größte Importeur von russischem Gas in Deutschland sowie der größte Betreiber von Erdgasspeichern, geriet jetzt aber in Schwierigkeiten. Rund ein Drittel des Erdgasverbrauchs in Deutschland deckt Uniper. Die Lieferungen aus Russland wurden stark gedrosselt von Gazprom bzw. der russischen Regierung. Es kommen nur noch etwa 40 Prozent des Gases bei Uniper an.

Das Problem für Uniper liegt darin, dass es die hohen Kosten noch nicht weitergeben kann. Einfach so die Preise erhöhen geht nicht, es gibt Verträge, dafür bedarf es durch die Bundesnetzagentur die Feststellung der Gasmangellage. Dies ist aber noch nicht geschehen.

Daher laufen aktuell Gespräche mit der Bundesregierung über Staatshilfen, offiziell genannt Stabilisierungsmaßnahmen, welche in verschiedenen Formen möglich sind, beispielsweise Beteiligung an Uniper oder Kredite über die KfW. Eine Beteiligung verwässert die Aktie weiter.

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Uniper hat natürlich seine Ergebnisprognosen kassiert. Wie übel es wird, weiß natürlich jetzt noch niemand. Das Unternehmen verliert jeden Tag Millionen. Analysten Schätzen den Verlust täglich auf bis zu 30 Millionen Euro.

Nun bieten sich hier aber auch Chancen für Anleger. Wer den richtigen Einstiegszeitpunkt erwischt, bevor die staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen eingeleitet sind und die Gasmangellage durch die Bundesnetzagentur festgestellt wird, der könnte profitieren. Ich betone könnte. Dann könnte der freie Fall der Aktie gestoppt werden und es auch schnell wieder nach oben gehen. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Es kann mit dem Gas auch noch viel schlimmer werden, dies geht bekanntlich auch immer. Es könnte gar nichts mehr ankommen aus Russland. Dann kann der freie Fall der Aktie auch weitergehen.

Die Uniper-Aktie notiert aktuell bei etwa 14 Euro. Für das Geschäftsjahr 2020 wurde eine Rekorddividende in Höhe von 1,37 Euro ausgeschüttet. Diese Zeiten sind vorbei, für 2021 waren es noch 7 Cent. Erst einmal wird es keine geben. Die Aktie ist sehr riskant, es besteht aber die Chance auf einen dicken Turnaround. Niemand weiß aber wann der kommen könnte, die nächsten Tage, Jahre oder gar nicht.

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