Deutsche pharmazeutische Aktie des Tages: Vita 34 AG

Bei pharmazeutischen Aktien denkt man meist an Unternehmen, die Pillen herstellen. Dieser Bereich ist aber deutlich breiter, als man denkt. Es bieten sich Anlegern eine Menge interessanter Investitionsmöglichkeiten.

Eine vielversprechende Aktie ist die 1997 gegründete, Leipziger Vita 34 AG (WKN: A0BL84 / ISIN: DE000A0BL849). Das Unternehmen ist die größte private Nabelschnurblutbank in Europa und die drittgrößte der Welt. Mehr als 230.000 Kunden aus mehr als 20 Ländern lagern ihre Stammzellen bei Vita 34 ein. Für Vita 34 arbeiten etwa 120 Mitarbeiter.

Nabelschnurblut weist eine hohe Konzentration an hämatopoetischen Stammzellen auf. Mithilfe dieser Stammzellen lassen sich viele Krankheiten heilen, welche ein Mensch über das Leben bekommen kann.

Deswegen nutzen immer mehr Eltern diese nicht so billige Möglichkeit. Es kann aber nicht nur das Nabelschnurblut eingelagert werden, sondern auch noch das Nabelschnurgewebe. Direkt nachdem das Baby abgenabelt ist, wird das Blut aus der Nabelschnur aufgefangen und mittels Spezialkurier zum Stammzelllabor transportiert. Danach erfolgt dann im Labor die Aufbereitung und bei minus 180°C die Kryokonservierung.

  Deutsche Chemie-Aktie des Tages: Nabaltec AG

Kürzlich erfolgte die Übernahme des börsennotierten polnischen Wettbewerbers Polski Bank Komórek Macierzystych S.A. Die kleinere Vita 34 AG hat den Größeren gekauft, zumindest was den Umsatz angeht.

Für das Geschäftsjahr 2022 soll der Umsatz dann zwischen 68 Millionen Euro und 75 Millionen Euro betragen (Vorjahr 28,4 Millionen Euro). Das EBITDA soll zwischen -2 Millionen Euro und 1 Millionen Euro liegen (Vorjahr 814.000 Euro). Der starke Zuwachs beim Umsatz stammt von der Übernahme.

Für die Zukunft verspricht man sich viel vom einem relativ neuen Geschäftsfeld. Es sollen Immunzellen aus peripherem Blut sowie von aus Fettgewebe gewonnenen Stammzellen eingelagert werden. Diese benötigt man für Zelltherapien.

Seit 2016 hatte sich die Aktie mehr als vervierfacht, seit Mitte 2021 wieder 40 Prozent verloren. Es sieht auch noch nicht so aus, als ob schon eine Bodenbildung da wäre. Das Geschäftsmodell ist dennoch spannend. Man kann bis zu 50 Jahre die Einlagerung buchen, so kommt immer schön regelmäßig Geld in die Kasse, neben dem hohen Einmalbetrag am Anfang.

  Deutsche Chemie-Aktie des Tages: Evonik Industries AG
Inhalte werden geladen

Werbung



Füge einen Kommentar hinzu:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.