Deutsche Rüstungsaktie des Tages: Hensoldt AG

Für Rüstungsunternehmen laufen die Geschäfte aktuell prächtig. Die Aktie des bayerischen Rüstungskonzerns Hensoldt AG (WKN: HAG000 / ISIN: DE000HAG0005) konnte sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ebenfalls zwischenzeitlich verdreifachen, hatte im April 2023 sogar Allzeithoch.

Dann kam es zu kritischen Berichterstattungen über Geschäfte in Uganda und Katar. Seitdem hat die Aktie rund 20 Prozent verloren, wodurch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) auf etwa 40 abgesunken ist. Es sieht nicht so aus, als ob wir die Talsohle erreicht hätten. Ein KGV von 40 ist nicht günstig, hier ist die Zukunft stark eingepreist. Wenn die Aktie weiter abstürzt, könnte es interessant werden.

Hensoldt ging aus der Elektroniksparte des Rüstungsgeschäftes von Airbus hervor. Die zwei größten Anteilseigner sind die Bundesrepublik Deutschland und der italienische Rüstungskonzern Leonardo, welche beide jeweils mit 25,1 Prozent des Aktienkapitals die Sperrminorität besitzen.

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Fast 60 Prozent des Umsatzes wird in Deutschland erzielt, rund ein Viertel im restlichen Europa. Durch die starke Aufrüstung in Europa wird Hensoldt sicherlich sehr gut profitieren, zumindest deutet es sich bereits bei den Neuaufträgen an.

Am Anfang des Krieges in der Ukraine spielten die türkischen Bayraktar-Drohnen eine wichtige Rolle, die Kameras für diese stammen von Hensoldt. Die Produktpalette umfasst Avionik- und Sensorsysteme für den militärischen und zivilen Bereich, wie Radar, optronische Geräte, Lösungen zur elektronischen Kampfführung und Cyberabwehr. Diese benötigte man für Satelliten, Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer, Schiffen sowie dem Eurofighter der Bundeswehr.

Die Verteidigungsbudgets weltweit steigen, nicht nur in der NATO, auch im asiatischen Raum, da sich dort viele durch China bedroht fühlen. Für die Rüstungsindustrie herrscht jetzt Goldgräberstimmung. Dies erklärt auch das hohe KGV der Aktie. Hensoldt könnte schnell in die Bewertung hineinwachsen.

2022 war ein Rekordjahr für Hensoldt. Der Umsatz stieg auf 1,707 Milliarden Euro (Vorjahr 1,474 Milliarden Euro), der Gewinn nach Steuern stieg auf 78 Millionen Euro (Vorjahr 62,7 Millionen Euro). Zum Jahresende 2022 wurde ein Rekordauftragsbestand über 5,37 Milliarden Euro gemeldet. Es gibt sogar eine Dividende, die Dividendenrendite beträgt ein Prozent.

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