Deutsche Software-Aktie des Tages: CompuGroup Medical

Ende Februar hatte ich über die Aktie von rheinland-pfälzischen Softwareunternehmen CompuGroup Medical (WKN: A28890 / ISIN: DE000A288904) geschrieben. Damals hatte ich über den starken Kurseinbruch von fast zwei Drittel seit Anfang 2021 berichtet. Danach ging es noch einmal rund zehn Prozent nach unten. Seitdem konnte die Aktie wieder rund 14 Prozent zulegen.

Nun gibt es eine neue Einschätzung von Morgan Stanley. Die Aktie wurde von „Equal-Weight“ auf „Overweight“ hochgestuft, Kursziel 37 Euro, aktueller Kurs 29,90 Euro. Dies führt man bei Morgan Stanley auf die niedrige Bewertung und auf die unterdurchschnittliche Kursentwicklung im Vergleich zu anderen europäischen Software-Aktien zurück.

Auf der kommenden Hauptversammlung soll eine Dividendenverdopplung auf einen Euro für das Geschäftsjahr 2023 beschlossen werden. Die Analysten hatten mit einem Vorschlag von 60 Cent gerechnet. Somit würde die Dividendenrendite bei knapp 3,34 Prozent liegen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei 22. Für ein Softwareunternehmen eigentlich nicht teuer, in diesem Fall aber schon, da es kriselt.

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CompuGroup Medical beschäftigt mehr als 9.000 Mitarbeiter in 20 Ländern. Das Unternehmen entwickelt Software für Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser, Rehakliniken, soziale Einrichtungen, Labore, Hebammen, Physiotherapien, Industrie und Krankenkassen. Die Kunden stammen aus mehr als 60 Ländern.

Der starke Kurseinbruch kommt natürlich nicht von ungefähr. Das Unternehmen befindet sich in einer Umbauphase, die Personalkosten sind stark gestiegen und der Umsatz ging auf 306,9 Millionen Euro im vierten Quartal 2023 zurück (Vorjahresquartal: 327,7 Millionen Euro). Das EBITDA hat sich fast halbiert auf 35,09 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 66,43 Millionen Euro) und der Nettoverlust betrug -15,9 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 13,8 Millionen Euro).

Der Auftragsbestand bleibt aber dennoch hoch. Die Krankenhaussparte ist zweistellig gewachsen. Das Geschäft mit den Arztpraxen, welche etwa 45 Prozent des Umsatzes ausmachen und der größte Geschäftsbereich ist, wuchs nur leicht.

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