Ein bisschen Risiko im Depot darf schon sein

Nicht jeder mag bei Aktien Risiko. Wer vorher nur ein Sparbuch hatte und vielleicht noch ein Tagesgeldkonto besitzt, der will alles andere als ein Risiko eingehen. So jemand ist sowieso sehr skeptisch gegenüber der Börse, man hört laufend von irgendwelchen Schauermärchen.

Angefangen damit, dass man sein ganzes Geld verliert, alles wie Casino ist und man ein Börsenexperte mit 30 Jahren Berufserfahrung sein muss, um an der Börse erfolgreich zu sein. So ist es nicht.

Natürlich muss man wissen, was man macht. Dazu gehört ein gewisses Grundwissen. Ganz ohne Wissen geht es wirklich nicht, dies kann man sich aber ohne große Probleme mit der Zeit anlesen. Wer nicht lesen möchte, dem empfehle ich YouTube, dort gibt es sehr schöne Erklärvideos für Börsen-Einsteiger.

Ein relativ risikoarmes Depot besteht aus Aktien aus dem Bereich Infrastruktur, Wohnimmobilien, Pharma, Versicherungen (keine Lebensversicherer), Nahrungs- und Genussmittel, Getränke (Vorsicht bei Brauereien, Biernachfrage sinkt) und Verbrauchsgüter. In diesem Bereich finden sich mindestens 50 bis 100 gute Aktien weltweit.

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Damit kann sich jeder ein Depot aufbauen, wo das Risiko gut gestreut ist. Es müssen keine 100 Unternehmen sein, 20 bis 30 über die Jahre zusammengekauft erfüllen durchaus den Zweck der Diversifikation.

Die genannten Branchen performen durchaus sehr gut. Das ein oder andere Unternehmen wächst auch etwas langsamer, aber dafür stetig. Wer nun noch mehr Wachstum möchte, kann durchaus etwas mehr Risiko seinem Depot beimischen.

Wobei man auch das etwas begrenzen kann. Es gibt Wachstumsunternehmen, die Gewinn machen und welche, die keinen Gewinn erwirtschaften. Ich würde Aktien von den Unternehmen kaufen, die profitabel sind und bei denen der Gewinn jedes Jahr steigt. Ein Risiko gibt es natürlich auch bei denen, wie bei jeder Aktie.

Es spricht nichts dagegen, diese Aktien mit ins Depot aufzunehmen. Man muss sie ja nicht übergewichten, wenn sie 20 Prozent ausmachen, ist dies eine gute Beimischung. Letztendlich muss das aber jeder selbst für sich entscheiden, wie viel Risiko er eingehen möchte.



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