Ein Tech-Bounce wird erst einmal vermutlich nicht kommen – jetzt ist weiter Shorten angesagt!

Ich verfolge die Finanzmedien sehr intensiv, lese viel. Dies sollte jeder Anleger machen. Der Aktienmarkt ist abhängig von der Stimmung der Anleger. Du weißt sicherlich, dass die Börse alle Risiken vorwegnimmt. Wir haben heute wieder stärkere Kurseinbrüche, teilweise sogar zweistellig, bei den Momentum-Aktien gesehen. Dies war abzusehen.

Daher habe ich mir schon vor längerem Short-Positionen aufgebaut und die letzten Tage weiter ausgebaut. Die Beiträge dazu hatte ich veröffentlicht im Blog. Anleger sind Herdentiere. An der Börse herrscht der Herdentrieb, hast du bestimmt auch schon einmal gehört. Wenn ein mögliches Problem nur laut genug herausgeschrien wird, egal wie klein es eigentlich ist, dann rennen gleich viele Anleger los und handeln danach, kaufen oder verkaufen Aktien.

Die aktuellen Ängste sind Inflation, steigende Renditen bei den US-Staatsanleihen, steigende Zinsen für die Refinanzierung der Unternehmen sowie weniger Anleihekäufe durch die amerikanische Notenbank.

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Wir haben es heute wieder an den US-Verbraucherpreisen gesehen, der Markt hat sofort reagiert, die Momentumwerte sind in die Knie gegangen. Aber auch die Value-Werte sind auf breiter Linie eingebrochen, nicht so stark, nicht alle, aber viele.

Die Arbeitsmarktdaten in den USA waren auch nicht ganz so toll. Es ist nicht so, dass die Unternehmen keine Mitarbeiter einstellen möchten, sie können viele Stellen tatsächlich aber nicht besetzen. Viele Menschen bekommen durch den Staat aktuell mehr Geld, wenn sie zu Hause sitzen, als wenn sie arbeiten. Somit wollen die nicht arbeiten. Dies wirkt sich negativ auf die erstklassigen Konjunkturaussichten für die USA aus. Der Börse gefällt so etwas gar nicht.

Die ganz große Angst am Aktienmarkt ist eine Drosselung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank. Durch die guten Wirtschaftsdaten, immerhin wird ein Wachstum von 6,5 Prozent in den USA für 2021 erwartet, gibt es eigentlich keinen Grund dafür, die Anleihekäufe in dem bisherigen Volumen aufrechtzuerhalten.

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Das Problem daran ist, einige Anleger finden das gut, andere schlecht. Nun weiß niemand, wie sich eine Drosselung der Anleihekäufe auf den Aktienmarkt auswirken wird. Da haben wir wieder das Problem mit der Unsicherheit, welche Börsianer nicht mögen. Am Ende wird dies steigende Zinsen bedeuten.

Deshalb baue ich aktuell noch keine neuen Long-Positionen in meinem Depot auf. Auch glaube ich noch nicht an einen Tech-Bounce. Ich shorte aktuell Momentum-Aktien, habe vor Tagen schon meine Trading-Long-Positionen geschlossen. Der Großteil meiner Aktien bleibt natürlich im Depot, Buy and Hold. Ich mische aber gerne mal einige Trading-Position mit hinein, wie Wingstop oder Texas Roadhouse, welche ich abgestoßen habe.

Die nächsten Wochen erwarte ich keine großen Wunder am Aktienmarkt, eher Seitwärtsbewegungen. Lassen wir uns überraschen. Falls du einen Broker zum Shorten von Aktien suchst, kann ich dir LYNX* empfehlen, da mache ich das.

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