Die 11 größten Finanzfehler – Darum baust du kein Vermögen auf!

Wer nicht mit Geld umgehen kann und permanent Finanzfehler begeht, der wird nie auf einen grünen Zweig kommen. Sobald das Gehalt auf dem Konto eingegangen ist, ist schon alles wieder weg. Schneller als man gucken kann, ist das Konto im Dispo.

Diese Grundregeln solltest du daher unbedingt beachten:

1. Keine Rücklagen für Notfälle

Es kann immer einmal etwas passieren, wo das Einkommen nicht mehr wie gewohnt fließt. Die Coronakrise hat es gezeigt. Innerhalb kurzer Zeit waren 10 Millionen Deutsche auf Kurzarbeit. Wer hohe finanzielle Belastungen hat, der kommt in Schwierigkeiten. Als Angestellter sollte man mindestens drei Monatseinkommen als Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto haben, als Selbstständiger besser mehr.

2. Zu hohe Mietkosten

Als Faustregel gilt, 30 Prozent des Einkommens sollten maximal für die Miete ausgegeben werden. Auf dem Land und in Ostdeutschland funktioniert das ganz gut, in vielen Großstädten allerdings nicht mehr. Die Mieten sind drastisch gestiegen. Man sollte daher unbedingt versuchen, wenn man eine zu hohe Miete zahlt, eine günstigere Alternative zu finden, auch wenn es oft sehr schwer ist dies umzusetzen. Besser ist, eine eigene Wohnung zu besitzen, sodass man keine Miete mehr zahlen muss. Dies dient auch dem Vermögensaufbau.

3. Nichts für die Altersvorsorge zu tun

Es ist ja noch solange hin bis zur Rente, warum jetzt schon damit beschäftigen? Dies ist ein großer Fehler. Je früher man sich darum kümmert, seine Rentenlücke zu schließen, desto leichter fällt es einem. In jungen Jahren reichen noch kleinere Beträge, wenn man älter ist, muss viel mehr Geld eingesetzt werden. Die Börse ist der beste Platz für dein Geld. Wer keine Aktien kaufen möchte, sollte wenigstens in ETFs investieren. Sich nicht um seine Altersvorsorge kümmern kann fatal enden, der wird später den eigenen Kindern vermutlich auf der Tasche liegen. Die werden es noch schwerer haben als wir heute, deren Rentenlücke wird noch größer sein.

4. Leben auf Pump

Es ist sehr bequem die neue Schrankwand zu finanzieren oder das Auto zu leasen. Je mehr derartige Verbindlichkeiten man hat, desto dünner wird die Luft zum Leben. Es kann immer einmal etwas passieren, dass das Einkommen nicht mehr reinkommt, eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Dann wird es schwer, die ganzen Kredite abzuzahlen. Vermeide Konsumschulden, führe dein Konto im Haben. Kaufe nur das, was du dir auch leisten kannst.

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5. Die falschen Anlageformen

Viele Menschen geben jeden Cent aus, den sie haben, sie rutschen in den Dispo. Sparen ist wichtig. Das Sparbuch ist allerdings tot, ein Tagesgeldkonto ist nur für die Notreserve gedacht. Beides ist als Kapitalanlage ungeeignet. Auch kapitalbildende Lebensversicherungen bringen kaum Rendite, die Kosten sind viel zu hoch. Gute Renditen gibt es an der Börse. Schon mit kleinen Beträgen kann man ETFs und Aktien kaufen. Verteile dein Risiko, streue breit. Setze auf verschiedene Branchen und Länder.

6. Zuviel Geld für Versicherungen ausgeben

Versichere nur das, was existenzbedrohend und gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Wenn du ein Auto oder eine Immobilie hast, musst du diese auch versichern. Nutze Vergleichsrechner. Viele Versicherungen sind unnütz und kosten nur Geld, siehe nachfolgender Beitrag:

7. Kein Plan von Finanzen zu haben

Viele sagen, sie haben keine Lust oder Zeit, sich um ihre Finanzen zu kümmern. Dieser Fehler kostet sie eine Menge Geld. Wenn sie doch etwas gemacht haben, sind sie meist zur Bank gegangen oder zu einem Versicherungsvertreter und haben sich eine Lebensversicherung oder Bausparvertrag aufschwatzen lassen. In Zeiten des Niedrigzins ist dies alles andere als eine kluge Investition. Man muss sich selbst informieren und mit seinen Finanzen beschäftigen. Viele wissen nicht einmal, wie viel sie überhaupt im Monat ausgeben. Sie wissen nur, das Konto ist immer im Dispo.

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8. Ein Vermögen für eine Hochzeit ausgeben

Es ist der schönste Tag des Lebens, für den sich viele Paare sogar verschulden. Teilweise werden hohe fünfstellige Beträge für die Hochzeitsfeier ausgegeben. Jede dritte Ehe wird geschieden. Einige Paare sind schon längst wieder geschieden, zahlen aber immer noch den Kredit für ihre Hochzeit ab. Wer Vermögen hat und heiraten möchte, sollte sich dies gut überlegen.

9. Gib nicht so viel Geld für die Kinder aus

Dem Kind soll es gut gehen, es soll ihm am nichts fehlen. Es muss aber nicht die teuersten Marken tragen, den schönsten Kinderwagen bekommen oder laufend neues Spielzeug haben. Kleinen Kindern ist dies sowieso egal. Auch größeren Kindern sollte man schon rechtzeitig beibringen, dass man nicht jedes Markenprodukt besitzen muss, was andere auf dem Schulhof haben. Es gibt gute ungetragen Kindersachen auf dem Flohmarkt.

10. Verzichte auf teure Statussymbole

In der Werbung hieß es, mein Haus, mein Auto, mein Boot. Ein Auto ist teuer. Kaufe dir einen älteren Gebrauchtwagen. Noch besser ist es, gar kein Auto zu besitzen, wenn dies geht. Ein Haus oder eine Eigentumswohnung sind sinnvoll, dies dient dem Vermögensaufbau, Zinsen sind niedrig. Halte die Immobilie aber klein, nur so groß wie nötig. Der Unterhalt eines Hauses kostet auch Geld. Je größer es ist, desto teurer die Nebenkosten. Verzichte auf diesen ganzen Angeberkram, teure Markenbekleidung, neuestes Handy, etc., dies macht dich nur arm.

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11. Vermeide Impulskäufe

Spontane, ungeplante Käufe kommen einen oft teuer. Zum einen zahlt man meist viel zu viel, weil man keine Preise verglichen hat, zum anderen fliegt der gekaufte Gegenstand meist irgendwo in die Ecke. Kleidungsstücke zieht man meist gar nicht an. Sie hängen ungetragen im Schrank, bis sie zur Kleiderspende werden. Lass dich nicht von dem Verkäufer unter Druck setzen. Man muss nicht alles sofort haben wollen. Erst nachdenken, ggf. darauf sparen, nicht auf Kredit kaufen.



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