Es wackelt wieder am Aktienmarkt – ich habe einige Positionen geschlossen

Es hatte sich Montag zum Handelsbeginn schon angedeutet, dass es wieder ungemütlicher wird am Aktienmarkt. Die Anleger sind weiterhin nervös, die Volatilität nimmt weiter zu. Zum Handelsende war wieder alles gut. Gestern hat es dafür deutlich stärker den Markt durchgeschüttelt. Zum Handelsende sah es allerdings nicht mehr so gut aus.

Ich habe die Gelegenheit gestern und heute genutzt, noch einmal mein Depot etwas aufzuräumen und Positionen geschlossen, welche sich noch nicht solange in meinem Depot befinden und kaum vorwärts kamen. Dies betrifft übrigens auch Aktien, welche schon vor einigen Monaten in mein Depot kamen, zwischenzeitlich zweistellig im Plus waren und innerhalb kurzer Zeit den Rückwärtsgang eingelegt haben. Insgesamt habe ich 20 Positionen geschlossen.

Dies macht nur eine kleine Menge meiner Positionen aus. Meine Strategie ist Buy and Hold und dabei bleibt es auch. Es macht keinen Sinn, Aktien zu verkaufen, die 50, 100 oder 1.000 Prozent im Plus sind, allein schon aus Steuergründen. Wenn sich aber die Gelegenheit bietet, evtl. günstiger sich in einigen Tagen mit diesen Aktien wieder einzudecken, dann nutze ich gerne diese Möglichkeit.

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Ich weiß auch nicht, wie sich der Akteinmarkt entwickeln wird. Aber es läuft aktuell so, wie ich es schon vor zwei Monaten vorausgesagt habe, wir bewegen uns seitwärts über den Sommer, keine Sommerrally. Mal geht es etwas hoch, dann kommt gleich wieder die Korrektur, wie jetzt. Es kann sogar noch einmal zu einer stärkeren Korrektur bei den Tech-Aktien kommen. Dies würde mich nicht verwundern. Die Shortpositionen nehmen wieder zu.

Heute hieß es, die Einzelhandelsumsätze im Juli sind gesunken. Dies ist nicht überraschend, es war abzusehen. Auch sind die Anleger wieder einmal total überrascht, dass einige Einzelhändler nicht die Umsatzzuwächse von 2020 erreichen, wie bei The Home Depot jetzt. Dies war abzusehen, aber einige verstehen einfach die Zusammenhänge nicht.

Letztes Jahr waren viele Menschen zu Hause, hatten Langeweile, haben ihr Haus und Garten neu gestaltet. Somit hatten Walmart und andere derartige Händler viel Wachstum. Vor den Geschäften standen lange Kundenschlangen. Dieses Wachstum kam aber nicht nur aus den lokalen Geschäften. Kunden, die sich wegen Corona nicht dorthin getraut haben, haben online bestellt und sich die Sachen nach Hause liefern lassen, auch von Walmart. Daher kommt das Wachstum 2020. Diese Wachstumsraten sind 2021 natürlich nicht zu erreichen.

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Der Aktienmarkt reagiert trotzdem. Ich habe meine Target-Position geschlossen, allerdings mit 20 Prozent im Plus. Der Anstieg war so steil, dass dies bei Weitem nicht durch die Zahlen gerechtfertigt ist. Ich fürchte, es geht weiter herunter. Walmart, Costco und einige andere Aktien habe ich aber behalten. Ich beabsichtige, die ein oder andere amerikanische Einzelhandelsaktie wieder einzusammeln, wenn sie günstiger zu haben sind.

Wir sehen jetzt immer mehr Probleme bei der Verfügbarkeit von Bauteilen und Handelswaren. Dies hatte ich bereits angesprochen vor einigen Wochen. Hier braut sich etwas Größeres zusammen, was den Unternehmen die Q4-Zahlen richtig vermiesen wird. Die Frage ist nur, wann realisieren die Anleger das, erst im Q1 2022, wenn die Q4-Zahlen 2021 veröffentlicht werden oder schon vorher? Davon hängt es ab, was der Aktienmarkt machen wird. Für einen großen Crash gibt es derzeit aber keinen Grund.

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