Jahresendrally und Weihnachtsrally an der Börse – Mythos oder Wahrheit?

Alle Jahre wieder wird in den Medien von einer möglichen Jahresendrally am Aktienmarkt berichtet. Wird sie kommen oder nicht? Oft läuft es gegen Ende des Jahres aber durchaus gut an der Börse und die Investoren können sich noch etwas zusätzliches Taschengeld für ihre Weihnachtsgeschenke verdienen.

Statistisch betrachtet steigen die Aktienkurse im vierten Quartal. Die Ursache liegt im Konsumverhalten der Menschen. Während über die Sommermonate bis in den Herbst hinein die Menschen noch im Urlaub sind und relativ wenig shoppen, ändert sich dies im vierten Quartal.

Mittlerweile ist bei uns auch der „Black Friday“ bekannt. In der Konsumnation USA ist dies der Freitag nach Thanksgiving, Erntedankfest. Der„Black Friday“ ist der Startschuss für grenzenloses Shopping mit einem Kaufrausch bis zur Ohnmacht und glühender Kreditkarte. Die Amerikaner haben aber nicht nur eine, daher nicht so schlimm. Das Weihnachtsgeschäft ist die profitabelste Zeit im Einzelhandel.

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Durch den zunehmenden Konsum weltweit lassen sich die steigenden Aktienkurse erklären. Dies spiegelt sich auch in den Geschäftsberichten vieler Aktiengesellschaften wieder. Da steht dann so etwas drin wie, die erste drei Quartale liegen etwas hinter den Erwartungen, aber mit dem vierten Quartal können wir unser Jahresziel doch noch erreichen.

Dann gibt es noch die Weihnachtsrally, die Amerikaner nennen sie „Santa Claus Rally“. Diese findet zum Jahreswechsel statt, ganz genau an den letzten fünf Handelstagen im Dezember und den ersten beiden Handelstagen im Januar. Die beiden Wochen Anfang Dezember sind eher etwas schwächere Wochen an der Börse. Dann kommt meist noch einmal ein kleiner Schub nach oben. Eine Garantie gibt es dafür aber nicht.

Einige glauben, dies liegt daran, dass man nach Weihnachten etwas positiver gestimmt ist und dann Aktien kauft. Andere meinen, die Investmentbanker investieren dann ihre Boni an der Börse und dadurch steigen die Kurse. Naja.

Glaubhafter ist wohl eher, dass die Investoren einfach dann Aktien kaufen, weil Anfang des Jahres die Börse meist etwas stärker steigt. Sie wollen die Gewinne mitnehmen. Einige Aktionäre verkaufen zum Jahresende ihre verlustbringenden Aktien, um die Verluste steuerlich geltend zu machen. Dieses Geld reinvestieren sie dann in neue Aktien oder kaufen die alten wieder, kann steuerlich sinnvoll sein.

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Was im kleinen passiert, läuft bei den großen Fondsgesellschaften ähnlich. Die Verlustbringer fliegen raus, damit das Depot dann wieder chic aussieht. Im Januar kaufen sie dann wieder einige der Werte zurück.


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