Schwedische Aktie des Tages: NIBE Industrier AB

Es war eine wilde Zeit, als Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sein Heizungsgesetz durchdrücken wollte. Es endete in einem Debakel für ihn und seine Partei. Statt Wärmepumpen einzubauen, haben sich viele Immobilienbesitzer für eine neue Öl- oder Gasheizung entschieden. Damit hat er der Umwelt einen Bärendienst erwiesen.

Die Wärmepumpenhersteller hatten erst gejubelt, als es darum ging, dass zukünftig fast nur noch Wärmepumpen in Deutschland erlaubt sein sollten. Letztendlich läuft das Gesetz langfristig in vielen teilen Deutschlands ohne Fernwärmenetz darauf hinaus. Die Aktienkurse einiger Unternehmen waren dadurch in die Höhe geschossen.

Das deutsche Familienunternehmen Viessmann hat sein Wärmepumpen-Geschäft in die USA an Carrier Global verkauft, um nicht in den Preiswettbewerb gezogen zu werden. Der Preisdruck asiatischer Wärmepumpenhersteller ist jetzt bereits immens, weshalb der Markt sich konsolidiert.

Dann musste die Bundesregierung einknicken, dass Heizungsgesetz musste verändert werden. Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf die Aktienkurse. Die Aktie des schwedischen Heizungs- und Klimatisierungssysteme-Spezialisten NIBE Industrier AB (WKN: A3CRAH / ISIN: SE0015988019), welcher sehr aktiv im Wärmepumpengeschäft ist, hatte seit Februar 2023 rund 55 Prozetn verloren, mittlerweile wieder rund 20 Prozent zugelegt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt dadurch bei etwa 27, die Dividendenrendite bei 0,94 Prozent.

  US-Aktie des Tages: Honeywell International Inc.

NIBE Industrier ist eine Wachstumsmaschine. Schau dir mal diese beeindruckende Akquisitionsliste an:

https://www.nibe.com/de/nibe-group/akquisitionen-der-nibe-group

Dieses Jahr gab es bereits vier Zukäufe, Miles Industries (Kanada), Climate for Life (Niederlanden), Ceramicx (Irland) und Solzaima (Portugal).

Im zweiten Quartal 2023 stieg der Umsatz auf 11,833 Milliarden SEK (Vorjahresquartal 9,656 Milliarden SEK), das EBITDA stieg auf 2,25 Milliarden SEK (Vorjahresquartal 1,926 Milliarden SEK) und das Nettoergebnis auf 1,319 Milliarden SEK (Vorjahresquartal 1,216 Milliarden SEK).

Wärmepumpen hatten teilweise Lieferzeiten von über einem Jahr, die Preise waren explodiert. Mittlerweile normalisiert sich die Lage am Markt wieder, die Lieferzeiten verkürzen sich. Langfristig wird es auch mehr Heizungsinstallateure geben, welche Wärmepumpen einbauen können, die Nachfrage wird vermutlich auch wieder anziehen. Die Frage ist, machen auch hier die Chinesen die Marktpreise kaputt, wie beim Photovoltaik und der Windkraft?

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