Schweizer Maschinenbauaktie des Tages: Bucher Industries AG

Wenn es um schweizer Aktien geht, würden die meisten Anleger jetzt vermutlich an die ganz Großen der Branche denken, Unternehmen wie Nestlé, Roche, Novartis, Glencore oder die UBS. Der schweizer Aktienmarkt hat aber durchaus mehr zu bieten, man muss nur etwas graben.

Eine Perle ist die 1807 gegründete Bucher Industries AG (WKN: A0EAHZ / ISIN: CH0002432174). Damals übernahm Heinrich Bucher-Weiss eine Schmiede. Zum Ende des 19. Jahrhunderts begann das Unternehmen mit dem Vertrieb von ausländischen Landwirtschaftsmaschinen.

Dies ist heute, mit 41,5 Prozent des Gesamtumsatzes 2021, der wichtigste Geschäftsbereich, nur mit dem Unterschied, dass die Maschinen selbst gebaut werden. Über die Kuhn Group werden Bodenbearbeitungsgeräte, Sämaschinen, Feldspritzen, Mulchgeräte, Mähwerke, Soloaufbereiter, Wender, Schwader, Pressen, Wickelgeräte, Feldhäcksler, Futtermischwagen, Verteil- und Einstreugeräte und vieles mehr gebaut. Für die kommunalen Bauhöfe werden Böschungsmulcher und Randstreifenmäher hergestellt.

Da kommunale Kunden grundsätzlich sehr interessant sind, werden über Bucher Municipal Kehrfahrzeuge, Fahrzeuge und Maschinen für die Kanalreinigung, Winterdienst und Müllentsorgung produziert.

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Bucher Hydraulics produziert elektronische und hydraulische Komponenten. Bucher Specials produziert Anlagen für die Herstellung von Wein, Fruchtsaft, Bier und Instantprodukten. In diesem Geschäftsbereich befindet sich auch das schweizer Handelsgeschäft mit Traktoren, spezialisierten Landmaschinen und Automatisierungslösungen. Bei Bucher Emhart Glass haben wir es mit einem Weltmarktführer für Technologien zur Herstellung und Prüfung von Glasbehältern zu tun.

Das Geschäft läuft gut. Es mangelt wie überall an Arbeitskräften, vor allem in den USA. Aktuell beschäftigt Bucher Industries rund 13.562 Mitarbeiter an mehr als 50 Produktions- und Entwicklungsstandorten auf fünf Kontinenten.

2021 stieg der Umsatz auf 3,176 Milliarden CHF (Vorjahr 2,741 Milliarden CHF), bei einem Gewinn nach Steuern in Höhe von 265,5 Millionen CHF (Vorjahr 150,4 Millionen CHF). Selbst 2020 war Bucher Industries profitabel.

Dies lag vor allem auch an der Landwirtschaft. Die Weizenpreise waren 2020 in die Höhe geschossen, 2021 noch einmal um ein Drittel und 2022 nochmals ein Drittel beim Kriegsbeginn. Dadurch haben die Landwirte mehr in ihre Technik investiert. Mittlerweile hat der Weizenpreis wieder ein Drittel nachgegeben.

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Teuer ist die Aktie nicht, Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) etwas über 14, die Dividendenrendite liegt bei rund 2,46 Prozent.

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