Tabak-Aktien erfreuen sich noch immer einer hohen Beliebtheit aufgrund ihrer Dividenden, dennoch würde ich mir keine kaufen

Tabak-Aktien wie von Philip Morris, Imperial Brands, British American Tobacco (BAT) oder Altria sind wegen ihrer hohen Dividenden bei Aktionären sehr beliebt. Mir würden keine Tabak-Aktie mehr ins Depot kommen. Ich hatte mal welche, die Zeiten sind aber vorbei.

Mich verwundert es jedes Mal, wenn auf den Finanzwebseiten oder bei YouTube Tabakaktien bejubelt werden. Gefühlt jede Woche höre ich bei YouTube, dass sich da einer Tabak-Aktien gekauft hat. Der Kauf wird dann mit der hohen Dividende und dem niedrigen KGV begründet. Dies verleitet andere, meist unerfahrene Anleger, es denen gleichzutun.

Schauen wir uns einmal die Realität an. Nehmen wir nur einmal Imperial Brands. Seit der zweiten Jahreshälfte 2016 fällt die Aktie, sie ist um rund 60 Prozent eingebrochen. Was nützt da eine hohe Dividende, die nicht einmal dies ausgleichen kann? Es ist Geldverbrennung.

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Apropos Dividende. Auch die wurde von Imperial Brands gekürzt. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis es andere Tabakhersteller auch tun.

Viele Tabak-Unternehmen haben sich an E-Zigaretten-Herstellern beteiligt und sich damit diverse Probleme eingehandelt, was zu Abschreibungen geführt hat. Dies wird noch nicht das Ende sein. Auch die Cannabis-Beteiligungen sind bisher nicht sehr erfolgreich verlaufen.

Die Arzneimittelbehörde FDA in den USA will den Nikotingehalt von Zigaretten um bis zu 80 Prozent senken. Weniger Süchtige, weniger Kunden. Auch geht die FDA gegen E-Zigaretten vor. Viele Länder machen es ähnlich, auch denen sind E-Zigaretten ein Dorn im Auge wie auch der hohe Nikotinanteil in Zigaretten. Dies wird langfristig in vielen Ländern so kommen, auch trotz Lobbyarbeit.

Dazu kommt die tendenzielle Entwicklung weg von der Zigarette, die Preise steigen. Es wird immer noch viel geraucht weltweit, auch steigt nicht nur die Steuer auf die Zigaretten, die Marge der Hersteller steigt mit. Dennoch ist dies ein Geschäftsmodell, welches langfristig schwieriger wird. Die Schockbilder auf den Verpackungen und Werbeverbote sind auch ein Problem.

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Viele Investoren haben dies verstanden. Sonst wären die Tabakaktien nicht seit Jahren im Sinkflug. Auch wenn die hohe Dividende sehr verlockend ist, ich liebe hohe Dividenden, sollte man sich dies einmal komplett durchrechnen. Wenn der jährliche Kurseinbruch größer ist, als die Dividende, dann macht man Verlust. Da ist kein Geld mitzumachen.

Viele Aktionäre von Tabak-Unternehmen sagen jetzt, bald kommt der Turnaround, ich denke dies nicht. Es gibt so viele gute Dividenden-Aktien am Markt, man muss sich keine unnötigen Risiken ins Depot holen.

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