Technologie-Aktien steigen und steigen – Eine Strategie könnte vielversprechend sein

Die Technologie-Aktien und Zukunftswerte gehen durch die Decke. Teilweise sehen wir an einem Tag Kurssprünge im zweistelligen Prozentbereich. Wenn wir uns einmal die verschiedenen Branchen anschauen, dann leiden die klassischen Unternehmen der Old Economy am stärksten.

Zu den absoluten Überfliegerbereichen gehören derzeit die ganzen Shopping-Webseiten, Online-Plattformen, Technologie, Medizintechnik, Pharma sowie auch die Software-Unternehmen.

Hier können wir dasselbe Phänomen beobachten, wie bei einem Börsencrash. Kommt ein Crash, stürzt alles innerhalb der Branche ab, egal, ob es eine Qualitätsaktie ist oder ein Schrotthaufen. Beim Turnaround danach, den wir jetzt sehen, schießen einzelne Branchen in die Höhe. Die Aktien stehen viel höher, als vor dem Crash, einige haben sich sogar vervielfacht.

Es sind neben den Qualitätsaktien, auch die Aktien von Unternehmen mit deutlich weniger Qualität, hochgeschossen. Daher muss man ganz genau hinschauen, wenn man eine dieser Aktien kaufen möchte. Du musst unbedingt die Spreu vom Weizen trennen.

Viele Online-Versandhändler haben vor der Krise sehr schlechte Zahlen gehabt, oft Verlust erwirtschaftet. Einige Anleger denken jetzt, dass die Kunden nun soviel bestellen, dass diese Unternehmen den großen Reibach machen. So ist es leider nicht. Der größte Profiteur ist definitiv Amazon, danach kommt lange nichts. Daher werden viele diese Aktien auch wieder abstürzen.

Bei vielen Unternehmen steigen die Umsätze, oft aber auch die Verluste. Suche dir die wirklichen Profiteure der Krise heraus, welche Gewinne machen. Mit diesen Aktien fährt man langfristig am besten.

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Ich schaue mir momentan auch etwas mehr Online-Aktien an. Unter Online-Aktien verstehe ich alles, was mit Internet und Software zu tun hat. Ich habe gerade erst Aktien von Fiverr International gekauft, die vermitteln Dienstleistungen von Freelancern. Die Plattform kenne ich seit Jahren als Kunde. Letztes Jahr ging sie an die Börse, macht noch Verlust, der sinkt aber. Ab 2022 könnte Fiverr Gewinn machen. Eine etwas risikoreichere Aktie.

Derartige Aktien sind natürlich teuer. Sie waren aber schon immer teuer. Daher hinkt das Argument, diese Aktien nicht zu kaufen, weil sie überbewertet sind. Selbst vor fünf Jahren waren Technologie-Aktien, Softwareunternehmen und alle artverwandten Branchen auch teuer. Man kann diese Sektoren nicht mit einem Automobilhersteller vergleichen.

Ich hatte ja gesagt, dass ich mein Pulver noch etwas trocken halte, weil ich glaube, dass wir noch einen weiteren Crash sehen werden. Daher kaufe ich aktuell nur gelegentlich zu. Letzte Woche war es Fiverr, davor Nornickel.

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Nehmen wir einmal an, die Coronalage wird sich weiter verschlechtern, sieht ja so aus, was passiert dann an der Börse?

Meine Hypothese ist, die Sektoren, welche jetzt schon hochschießen, werden noch weiter hochschießen. Die Sektoren der Old Economy, werden weiter fallen.

Kommt kein zweiter Crash, was wird dann passieren? Werden die guten Technologie-Aktien und Zukunftswerte wieder fallen? Ich denke nicht. Die Kunden haben sich umorientiert. Daher kaufe ich jetzt etwas mehr in diesem Bereich zu. Kommt der Crash, decke ich mich dann mit stark abgestürzten Qualitätsaktien der Old Economy ein.


2 Kommentare
    • IM HAMSTERRAD

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