Thomson Reuters – Weiter auf Wachstumskurs

Wie geht es nun weiter mit der Thomson Reuters Corp., nachdem das Kerngeschäft mit Börsen- und Wirtschaftsdaten des Finanz- und Nachrichtendienstleisters Anfang 2018 an Blackstone verkauft wurde?

Blackstone hatte zusammen mit einem Konsortium von anderen Investoren 55 Prozent an der umsatzstärksten Sparte von Thomsen Reuters übernommen, an dem Gemeinschaftsunternehmen wird Thomsen Reuters weiterhin mit 45 Prozent beteiligt bleiben. Allein diese Sparte hatte ca. 6 Milliarden Dollars des Umsatzes von Thomsen Reuters ausgemacht. Durch den Verkauf wurde die Schuldenlast deutlich gesenkt.

Wer Thomsen Reuters bisher noch nicht kennt, dem möchte ich das Unternehmen kurz vorstellen. Thomsen Reuters ist die weltweit größte Nachrichtenagentur und Anbieter von Börsen- und Wirtschaftsinformationen.

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Das Unternehmen entstand 2008 durch eine Übernahme der britischen Nachrichtenagentur Reuters durch die kanadische Thomson Corporation. Thomsen Reuters hat seinen Hauptsitz in New York City und Toronto, wobei letzterer als rechtlicher Hauptsitz fungiert. Reuters selbst gab es übrigens schon seit dem Jahre 1851 und wurde von dem deutschen Paul Julius Reuter, später sogar Freiherr Paul Julius Reuter, gegründet.

Thomsen Reuters wird von der kanadischen Familie Thomson kontrolliert, deren größter Konkurrent ist Bloomberg, welcher von Michael Bloomberg, dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister, kontrolliert wird.

Zu den Kunden von Thomsen Reuters gehören Medienunternehmen, Banken, Anwaltskanzleien, Investmentgesellschaften und Behörden. Das Unternehmen ist mit seinen knapp 26.000 Mitarbeitern (die abgespaltenen Geschäftssparte wurde hier nicht mit eingerechnet) in über 100 Ländern aktiv.

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Geschäftlich läuft es sehr gut, die Umsätze sowie Gewinne steigen. Thomsen Reuters plant nach der Abspaltung ihrer umsatzstärksten Sparte weitere Akquisitionen in nächster Zeit, um den Wachstumskurs fortzusetzen.

Die Dividendenrendite im Jahre 2019 liegt bei ca. 2 Prozent, dass Unternehmen zählt ebenfalls zu den sogenannten Dividenden-Aristokraten, dass sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren eine Dividende ausschütten und diese Jahr für Jahr erhöhen.

Der Aktienkurs hat sich in den letzten anderthalb Jahren fast verdoppelt. Dennoch würde ich derzeit selbst nicht in das Unternehmen investieren, da ich es für zu hoch bewertet halte. Sollte der Kurs einbrechen, würde ich durchaus darüber nachdenken. Ich habe Thomsen Reuters daher auf meine Watchlist gesetzt.

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