Amerikanische Werften-Aktie des Tages: Huntington Ingalls Industries

Was fällt dir als Erstes zu Werften als Investitionsobjekt ein? Vermutlich, dass die laufend pleitegehen, oder? Ist tatsächlich so, bei uns in Mecklenburg gab es auch schon wieder die xte-Pleite einer Werft. Es gibt aber eine interessante Nische, dort besteht das Problem mit dem Billigschiffbau aus Asien nicht.

Ich rede von der amerikanischen Werftengruppe Huntington Ingalls Industries (WKN: A1JE8X / ISIN: US4464131063). Diese wurde 2011 von Northrop Grumman abgespalten. Erst drei Jahre zuvor fusionierten die Unternehmen Ingalls Shipbuilding, Avondale Shipyard und Newport News Shipbuilding zu Northrop Grumman Shipbuilding.

Northrop Grumman ist, wie du vermutlich weißt, ein Rüstungskonzern. Dementsprechend bauen auch die Werften Schiffe für das US-Militär und die US-Küstenwache. Zur Produktpalette gehören U-Boote, Flugzeugträger, Versorgungsschiffe, amphibische Angriffsschiffe und vieles mehr.

Daher spielt auch der günstigere Schiffbau in Fernost keine Rolle. Egal, wie billig die Schiffe in Asien auch sind, die USA würden nie aus Sicherheitsgründen ihre Flugzeugträger und U-Boote dort bauen lassen, dies geschieht seit jeher in den USA und bleibt natürlich auch so.

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In Anbetracht des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, das Wettrüsten mit China, vor allem bei den Schiffen, die chinesische Marineflotte ist mittlerweile größer als die amerikanische, hat das US-Militär jetzt zur Aufrüstung geblasen. 2020 gab Verteidigungsminister Mark Esper bekannt, binnen der nächsten zehn Jahre von 293 Schiffe auf 350 erhöhen zu wollen. 350 Schiffe umfasst die chinesische Flotte aktuell. Es geht vor allem um autonome Schiffe und U-Boote.

Dies ist natürlich gut für die Werften in den USA, welche für die US-Marine bauen. Huntington Ingalls Industries möchte dieses Jahr 6.000 neue Mitarbeiter in den Werften einstellen, es fehlen wohl noch 4.000. Dies ist vermutlich kaum zu schaffen bis Jahresende.

2021 hat Huntington Ingalls Industries 9,524 Milliarden USD umgesetzt und einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 544 Millionen USD erwirtschaftet. Wenn mehr Schiffe gebaut werden, sollte auch der Umsatz und Gewinn steigen. Je mehr Schiffe, desto mehr müssen auch dann regelmäßig gewartet werden.

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Die Aktie hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre verzehnfacht, aktuell beträgt die Dividendenrendite rund 2,03 Prozent, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) knapp 16.

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