Deutsche Halbleiteraktie des Tages: Infineon AG

In der Halbleiterbranche ziehen aktuelle dunkle Wolken auf. Die Lagerbestände sollen sehr hoch sein, die Nachfrage nachlassen, Aufträge werden storniert, sogar von möglichen Gewinnwarnungen sprechen einige Analysten.

Tatsächlich sind sich die Analysten aber gar nicht mal so einig. Nehmen wir unsere heutige deutsche Halbleiter-Aktie des Tages, die Infineon AG (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004), welche bei knapp 24 Euro notiert. Letzten Monat gab Jefferies & Company ein Kursziel von 18 Euro aus, die UBS von 40 Euro. Andere Analysten sehen die Aktie auch eher steigen, als fallen. So ist es aber fast immer, die Analysten sind sich oft nicht einig.

Für Infineon war das Geschäftsjahr 2021 ein großer Erfolg, der Umsatz stieg auf 11,06 Milliarden Euro (Vorjahr 8,567 Milliarden Euro), der Gewinn nach Steuern auf 1,169 Milliarden Euro (Vorjahr 368 Millionen Euro).

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2022 soll auch ein gutes Jahr werden, sagt das Unternehmen. Vor allem der Automotiv-Bereich ist ein Umsatztreiber. Auch profitiert der Konzern von Investitionen in die Kommunikationsinfrastruktur, Rechenzentren und Cloud-Computing. Infineon erwartet 14 Milliarden Euro Umsatz für 2022, die Segmentergebnis-Marge wird dabei voraussichtlich mehr als 23 Prozent betragen.

2,4 Milliarden Euro sollen dieses Jahr investiert werden, vieles davon in die Ausbau der Kapazitäten für die Frontend-Fertigung, um das erwartete Nachfragewachstum bedienen zu können.

Es ist erstaunlich, wie gut sich Infineon mittlerweile entwickelt hat. 2009 hatte man noch den Eindruck, das Unternehmen geht pleite, die Aktie war böse abgestürzt, 97 Prozent. Wer damals gekauft hat, konnte sein Investment bis heute verfünfundsechzigfachen, die Dividenden noch gar nicht mitgerechnet. Heute beschäftigt Infineon 50.280 Mitarbeiter, betreibt 56 Forschungs- und Entwicklungsstandorte sowie 20 Fertigungsstätten.

Seit November 2021 hat die Aktie sich fast wieder halbiert, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) beträgt rund 16, die Dividendenrendite rund 1,11 Prozent.

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Laut McKinsey wächst der Halbleitermarkt bis 2030 zwischen 6 und 8 Prozent jährlich. Von daher sind Halbleiteraktien eine interessante Depotbeimischung.

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