Deutsche Chemie-Aktie des Tages: Brenntag SE

Die Brenntag SE (WKN: A1DAHH / ISIN: DE000A1DAHH0) ist Weltmarktführer in der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen, beschäftigt mehr als 17.500 Mitarbeiter an über 600 Standorten in 72 Ländern.

Was viele nicht wissen ist, dass Brenntag sogar mal der Deutschen Bahn gehörte und mit diesem Unternehmen nichts anfangen konnte, es weiterverkaufte, was definitiv ein Fehler war. Stattdessen besitzt die Deutsche Bahn lieber eine große Anzahl nutzloser Unternehmen auf der ganzen Welt.

Es gibt diesen Spruch mit den Goldschürfern und den Schaufeln, kennst du bestimmt, so ist das hier auch. Der Chemiemarkt ist sehr langem im Umbruch, teurer Standorte werden geschlossen und in Länder verlegt, wo die Energie- und Lohnkosten niedrig sind. Dazu der Druck aus Asien und den arabischen Raum. Keine gute Zeit für Chemieunternehmen, auch wenn die bisher immer noch gut verdient haben, dann aber meist im Ausland.

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Aus Anlegersicht macht es dennoch Sinn, auch hier aktiv zu sein. Brenntag könnte eine Möglichkeit sein als Großhändler mit mehr als 10.000 verschiedenen Produkten und über 195.000 internationale Kunden. Als Großhändler bzw. bezogen auf die Goldschürfer, als Schaufelhändler, hat man mit der Produktion nichts zu tun, kauft dort ein, wo es günstig ist, so ist das Risiko überschaubar. So kann man auch Geld verdienen.

Bei Brenntag tut sich einiges in letzter Zeit. Der aktivistische Investor Primestone hatte mit seinen etwas mehr als zwei Prozent Anteilen Stress gemacht und unter anderem die Aufspaltung des Konzerns gefordert, was oft zu mehr Geld für die Aktionäre führt.

Dies wurde auf der Hauptversammlung im Juni aber verhindert, dennoch gab es Veränderungen. Einige meinen, man müsste die Braut erst hübsch machen. Der Konzernvorstand wurde verkleinert, es gibt jetzt zwei autonomer agierende Geschäftsbereiche, Essentials (Vertrieb von Massenchemikalien) und Specialties (Vertrieb von Spezialchemikalien). Dies kann langfristig bedeuten, dass es doch noch eine Aufspaltung gibt. Der Geschäftsbereich mit den Spezialchemikalien ist wohl das Sorgenkind.

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Klaus-Michael Kühne (Spedition Kühne + Nagel) hat seinen Anteil in letzter Zeit an Brenntag aufgestockt, fast verdoppelt auf 10 Prozent.

Im zweiten Quartal 2023 betrug der Umsatz 4,257 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,061 Milliarden Euro), das EBITDA lag bei 410 Millionen Euro (Vorjahresquartal 534 Millionen Euro) und das Nettoergebnis lag bei 187 Millionen Euro (Vorjahresquartal 288 Millionen Euro).

Die Brenntag-Aktie notiert rund 15 Prozent unter ihrem Allzeithoch, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei etwa 15, die Dividendenrendite bei 2,68 Prozent.

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