Deutsche Dividendenaktie des Tages: SAF-Holland SE

Automobil-Aktien und deren Zulieferunternehmen werden aus Dividendensicht für Anleger immer interessanter. Durch die derzeit von vielen Analysten sehr pessimistischen Einschätzungen über die Branche, von weniger Bestellungen die nächste Zeit ist die Rede, kann man momentan sehr günstig bei diesen Unternehmen einsteigen.

Die bayerische SAF-Holland SE (WKN: SAFH00 / ISIN: DE000SAFH001) besitzt ein KGV (rollierende Hochrechnung) von unter 8. Es gibt einige Unternehmen in diesem Sektor, wo man derzeit so günstig einsteigen kann.

SAF-Holland produziert mit seinen etwa 3.570 Mitarbeitern fahrwerksbezogene Baugruppen und Komponenten für Anhänger, Auflieger, Lkw und Busse. Zu den Produkten gehören Achs- und Federungssysteme, Sattelkupplungen, Königszapfen und Stützwinden. Das Aftermarketgeschäft macht dabei über 28 Prozent aus.

Im Moment habe ich das Gefühl, dass die Automobilhersteller und deren Zulieferer sehr stark überverkauft sind. Einige wurden vielleicht sogar zu stark in die Sippenhaftung mit hineingezogen. Man darf nicht vergessen, dass die Branche neben den Lieferkettenproblemen und Chipmangel sich auch im Umbruch befindet, weg vom Diesel.

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Viele Anleger scheinen aber keinen Unterschied zu machen zwischen den Unternehmen, die sehr stark vom Diesel als Zulieferer abhängig sind und denen, die damit gar nichts zu tun haben. SAF-Holland produziert ebenfalls keine Bauteile speziell für Dieselfahrzeuge. Deren Produkte kann man auch bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb einsetzen. Die Elektrifizierung von Bussen ist derzeit ein größerer Markt, als die von LKWs.

SAF-Holland hat im Geschäftsjahr 2021 1,247 Milliarden Euro umgesetzt (Vorjahr 959,52 Millionen Euro). Nach Steuern blieb ein Gewinn von 36,74 Millionen Euro übrig (Vorjahr 13,79 Millionen Euro). Somit hat SAF-Holland auch 2020, als die Corona-Pandemie die Welt verändert hat, Geld verdient. So einige Automobilhersteller haben dies nicht. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 5,16 Prozent.

Derzeit versucht SAF-Holland die schwedische Haldex-Gruppe zu übernehmen. Diesmal hofft man auf Erfolg, es gibt positive Rauchsignale. Dies ist der zweite Anlauf nach 2016. Die Übernahme soll sich dann positiv auf das Aftermarket- und US-Geschäft auswirken.

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