Deutsche Halbleiter-Aktie des Tages: SÜSS MicroTec SE

Die Halbleiterhersteller verdienen sich seit vielen Jahren eine goldene Nase. Sie könnten noch viel mehr Geld verdienen, wenn sie die hohe Nachfrage bedienen könnten. Deshalb bauen sie wie verrückt neue Mega-Fabriken.

Für Anleger auch immer interessant ist ein Investment in die Schaufelhersteller. In der Halbleiterindustrie sind das die Maschinenbauer. Ohne deren teure Maschinen gibt es keine Halbleiter.

Man könnte jetzt in die Niederlande oder die USA schauen, man könnte aber auch einen Blick nach Bayern werfen, zur 1949 gegründeten SÜSS MicroTec SE (WKN: A1K023 / ISIN: DE000A1K0235).

Damals verkaufte der Gründer des Unternehmens, Karl Süss, als Handelsvertreter für die Ernst Leitz GmbH im Gebiet Bayern Mikroskope, Laborausstattung und Kameras. Über die Jahre wandelte sich das Unternehmen dann von einer Vertriebsgesellschaft zu einem Auftragsfertiger.

1963 trat dann Siemens an das Unternehmen heran, mit dem Auftrag, ein Fotolithografiegerät zu entwickeln. Dies war der Einstieg in die Halbleiterbranche. Heute produziert SÜSS MicroTec mit seinen rund 1.200 Mitarbeiter Produkte und Lösungen für die Bereiche Backend-Lithografie, Wafer-Bonden, Fotomaskenreinigung sowie mikrooptische Komponenten.

Vor zwei Wochen gab es erfreuliche Nachrichten. Das Unternehmen vermeldete einen Rekordwert beim Auftragsbestand. Im dritten Quartal kamen für 142,5 Millionen Euro Aufträge herein, insgesamt sind es jetzt 377,3 Millionen für das nächste Jahr zur Abarbeitung.

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Wie fast überall leidet man auch bei SÜSS MicroTec unter Lieferengpässen. Wären diese nicht, könnte man viel mehr Umsatz und Gewinn erzielen. In den ersten neun Monaten 2022 stieg der Umsatz auf 195,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 188,5 Millionen Euro). Das EBIT sank auf 11 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 17,7 Millionen Euro).

Die Ursachen für den Rückgang beim EBIT liegen in den höheren Einkaufspreisen und Löhnen, die nicht so schnell weitergegeben werden konnten, 2,1 Millionen Euro Mehrausgaben für Forschung und Entwicklung, ein veränderter Produktmix und ein Sondereffekt im Vorjahr, der das Vorjahresergebnis um 1,5 Millionen Euro positiv beeinflusst hatte.

Seit April 2021 hat sich die Aktie mehr als halbiert, hat jetzt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von knapp 19 und eine Dividendenrendite in Höhe von 1,1 Prozent.

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