Deutsche Konsumgüter-Aktie des Tages: Leifheit AG

Konsumgüteraktien können eine hervorragende Basis für ein Buy and Hold Depot bilden. Das Schöne an diesen Aktien ist, dass die Kunden diese Produkte auch in Krisenzeiten kaufen und somit das Unternehmen auch Geld verdient, meistens jedenfalls, am Ende sogar Dividenden ausschüttet.

Eine Konsumgüteraktie hat es jetzt hart erwischt, die der Leifheit AG (WKN: 646450 / ISIN: DE0006464506). Seit Mai 2021 ging es mehr als 70 Prozent nach unten. Die Aktie hatte das letzte Mal 2013 so einen niedrigen Kurs.

Leifheit muss ich wohl nicht noch groß vorstellen. Jeder, der in den Supermarkt geht, kennt die Reinigungsprodukte des Unternehmens. Das Unternehmen verkauft Wäschespinnen, Bügelbretter, Wischmops, Saugwischer, Akkusauger, Besen, Dampfreiniger, Fensterreiniger und Küchenutensilien. Alles Produkte, die man immer im Haushalt benötigt. Deswegen war Leifheit auch 2020 profitabel, trotz Corona-Pandemie. Die Supermärkte hatten alle geöffnet.

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Warum ist die Aktie nun so böse abgestürzt? Wir haben aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von rund 23, was gar nicht mal so günstig ist. Somit kann man sich schnell ausrechnen, dass bei einem höheren Aktienkurs das KGV total überzogen war. Der starke Kursrutsch hat übrigens zu einer Dividendenrendite von rund 6,44 Prozent geführt, wenn die Dividende stabil bleibt. Dies kann sich ändern, bitte weiterlesen.

Das ist natürlich nicht der alleinige Grund, es liegt auch an den Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2022 und der Aussicht für die nächsten Quartale. Im ersten Halbjahr 2022 sank der Umsatz auf 136,3 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum, was ein Rekordhalbjahr war, lag der Umsatz noch bei 155,8 Millionen Euro.

Das EBIT hat es richtig hart erwischt, es fiel auf 2,1 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum lag es bei 13,6 Millionen Euro. Da verwundert es nicht, dass die Anleger nicht jubeln. Diese Situation kann für langfristig orientierte Anleger eine interessante Einstiegsmöglichkeit sein.

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Die Ursachen für den starken Gewinneinbruch liegen wenig überraschend in den gestiegenen Kosten für Energie, Personal, Fracht und Material. Hinzu kommt die Inflation, Währungsrisiken, Kaufzurückhaltung und Probleme in der Lieferkette bei der Materialbeschaffung.

2021 lag für das gesamte Geschäftsjahr das EBIT noch bei 20,1 Millionen Euro. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem EBIT im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Auch der Umsatz 2021 in Höhe von 288,3 Millionen Euro wird nicht erreicht werden, er soll vermutlich im einstelligen Prozentbereich sinken. Von daher kann es zu einer Dividendenkürzung kommen.

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