Deutsche Laborausrüsteraktie des Tages: Sartorius AG

Die Aktie der niedersächsischen Sartorius AG (ISIN: DE0007165631 / WKN: 716563) war einer der Überflieger während der Corona-Pandemie. Als Laborausrüster hat das Unternehmen natürlich sehr stark von den vielen Tests profitiert.

Seitdem musste die Aktie wieder Federn lassen, hatte sich zwischenzeitlich mehr als halbiert, notiert aktuell rund 40 Prozent unter dem Allzeithoch. Durch die Kurskorrektur beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) etwa 32, was nicht ganz so günstig ist, wobei die Aktie seit Jahren eine hohe Bewertung hat.

Sartorius will auch weiter anorganisch wachsen, hat sich für die Übernahme des französischen Unternehmens Polyplus entschieden, einem Anbieter innovativer Upstream-Technologien für Zell- und Gentherapien. Die Transfektionsreagenzien und Plasmide von Polyplus sind wichtige Komponenten für die Herstellung viraler Vektoren, welche in Zukunft immer wichtiger werden, da man sie für Zell- und Gentherapien benötigt. Polyplus hat etwa 270 Mitarbeiter.

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Die Börse hatte nach der Ankündigung nicht gejubelt, hat die Aktie gleich sechs Prozent nach unten geschickt. Sartorius möchte für Polyplus 2,4 Milliarden Euro bezahlen. Polyplus erwirtschaftet aber nur einen Umsatz im höheren zweistelligen Millionenbereich, auch wenn die Marge hoch sein soll. Einige sind offenbar der Ansicht, dass der Kaufpreis viel zu hoch ist. Bei Sartorius erhofft man sich hier in den nächsten Jahren aber wohl viel Profit und hält den Kaufpreis für angemessen.

Für die Finanzierung des Deals soll es einen Überbrückungskredit von JPMorgan geben, um danach eine langfristige Finanzierung aufzustellen. Die Zinsen sind hoch im Moment, der Kaufpreis überzogen, dies löst kein Jubel bei einigen Anlegern aus. Vielleicht gibt die Aktie sogar noch etwas nach.

Sartorius ist ein tolles Unternehmen, hatte 2022 ein Rekordjahr. Der Umsatz stieg auf 4,175 Milliarden Euro (Vorjahr 3,449 Milliarden Euro), der Gewinn nach Steuern ist explodiert auf 678,1 Millionen Euro (Vorjahr 318,89 Millionen Euro). Die Dividendenrendite beträgt 0,45 Prozent.

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