Deutsche Maschinenbau-Aktie des Tages: KSB SE & Co KgaA

1871 erhielt der Maschinenbauingenieur Johannes Klein ein Patent für seine Erfindung des Kesselspeiseautomaten. Noch im selben Jahr gründete er zusammen mit Friedrich Schanzlin und Jakob Becker die Frankenthaler Maschinen- & Armatur-Fabrik Klein, Schanzlin & Becker, die heutige KSB SE & Co KgaA (WKN: 629200 / ISIN: DE0006292006).

Das Unternehmen beschäftigt heute 15.693 Mitarbeiter weltweit. KSB hat sich auf Pumpen und Armaturen für die Industrie-, Gebäude-, Wasser-, Energie-, Automation und Antriebstechnik spezialisiert.

Ein Drittel des Umsatzes wird mit Service verdient, bringt somit auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten Geld ein. Wartung muss sein, die kann man nicht einfach so ausfallen lassen. Der Service und die Ersatzteilangebote gelten nicht nur für KSB-eigene Produkte, sondern auch für Pumpen, Armaturen und weiteres Rotating Equipment anderer Hersteller. Allein in Europa werden über 300.000 Serviceeinsätze pro Jahr durchgeführt.

Im ersten Halbjahr 2023 betrug der Auftragseingang 1,609 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2022: 1,487 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 1,387 Milliarden Euro, das EBIT stieg auf 104,9 Millionen Euro (1. Halbjahr 2022: 49,9 Millionen Euro).

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Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei etwas über 9, die Dividendenrendite bei 2,95 Prozent.

KSB ist weltweit aktiv, in Deutschland wird nur etwas mehr als ein Fünftel des Umsatzes erzielt. Wie wir wissen, kriselt es in Deutschland derzeit sehr stark, wir sind wieder der kranke Mann Europas und die Politik tut alles dafür, dass es auch so bleibt. Durch die weltweite Diversifikation von KSB und dem starken Wartungsgeschäft ist der Konzern dennoch gut aufgestellt.

Innerhalb der letzten zwölf Monate hat sich der Aktienkurs verdoppelt. KSB ist sehr optimistisch, hat noch einmal die Prognosen nach oben geschraubt für das Gesamtjahr. Der Auftragseingang soll zwischen 2,9 Milliarden Euro und 3,1 Milliarden Euro liegen, der Umsatz zwischen 2,8 Milliarden Euro und 2,95 Milliarden Euro und das EBIT zwischen 210 Millionen Euro und 230 Millionen Euro.

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