Die Sektorenrotation ist zurück am Aktienmarkt

Aktuell rotieren die Sektoren wieder in Richtung handfeste Aktien, wie Immobilienwerte. Technologieaktien weiten ihre Verluste aus. Dies hat mehrere Ursachen, eine ist die Omikron-Variante. In Asien nehmen die Lockdowns dadurch wieder zu. Diese Variante ist nach aktueller Einschätzung zwar wohl ansteckender, aber nicht tödlicher. Dennoch gehen dadurch die Industrieaufträge aus Asien zurück.

Von der Fed erleben wir auch immer mal wieder eine Überraschung. Nun heißt es, das Tapering könnte wohl schneller durchgeführt werden. Entscheidungen der Fed basieren unter anderem auf den Arbeitsmarktdaten der USA, welche aktuell etwas durchwachsen ausgefallen waren, aber dennoch zu einer sinkenden Arbeitslosenquote geführt haben.

Dennoch sehen Experten eine Erholung bei der Coronakrise, wodurch die Wirtschaft auch wieder Fahrt aufgenommen hat, trotz Teilemangel. Theoretisch wäre also mehr Umsatz möglich bei den Produzenten.

Was macht man nun? Ich habe vor über 20 Jahre an der Börse angefangen, dementsprechend auch viele Aktien schon sehr lange im Depot. Diese behalte ich gewöhnlich auch. Mit Buy and Hold fahre ich gut.

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Aktien, welche erst einige Monate im Depot sind bzw. seit dem Coronacrash, die habe ich zwischendurch auch schon mal verkauft, wie auch kürzlich einige, wenn sich ein größerer Absturz charttechnisch angedeutet hat. Allerdings weiß man das immer erst hinterher, ob man richtig lag. Manchmal liegt man auch daneben.

Ich würde schon sagen, dass es ein Unterschied macht, ob man sich eine NextEra ins Depot legt und die einknickt oder eine heiße Tech-Aktie, welche steil hochgeschossen ist. Letztere bricht oft richtig stark ein und scheint sich auch oft nicht mehr zu fangen. Dies habe ich seit Frühjahr schon sehr oft gesehen. Viele von denen fallen seitdem immer noch. Da nehme ich liebe Gewinne mit.

Wenn man noch nicht so lange an der Börse ist, kann man durchaus stärker noch sein Depot jetzt umbauen. Bei einem sehr alten Depot führt dies gewöhnlich zu hohen Steuerzahlungen, sodass man da dann lieber den Einbruch aussitzt, wenn es sich dabei um Qualitätsaktien handelt.

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Dies ist alles nicht überraschend gekommen. Ich warne davor schon seit Frühjahr, dass wir uns mehr oder weniger seitwärts bewegen werden, wenn man ein breit aufgestelltes Depot hat. Meine Einschätzung ist, dass ab dem zweiten Halbjahr 2022 es wieder aufwärtsgehen kann und die Bullen zurück sind.

Bis dahin sollte sich der Bauteilemangel auch wieder gelegt haben und die Erzeugerpreise sinken. Wenn man sich jetzt im Handel umschaut, dann sind technische Geräte richtig teuer geworden, wenn sie überhaupt vorrätig sind. Ein Hausbau ist aktuell so teuer wie nie. Dies wird aber wieder besser.

Jetzt muss man als Anleger Geduld beweisen und abwarten, bis der Aktienmarkt wieder steigt. Was sollte er auch sonst machen? Wo sollen die Menschen sonst ihr Geld investieren? Es bleibt nur die Börse, das Sparbuch ist tot, immer mehr Banken verlangen Negativzinsen für Guthaben, schon ab den ersten Cent.

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