Finnische Brauerei-Aktie des Tages: Olvi Group

Da soll noch einmal einer sagen, die Brauereien haben seit Jahren eine Krise. Wer seine Nische gefunden hat, der kann immer noch sehr erfolgreich sein. Somit kommen wir zur finnischen Olvi Group (WKN: 898037 / ISIN: FI0009900401).

Der Braumeister William Gideon Åberg und seine Frau Onni gründeten 1878 in Iisalmi eine Brauerei. Es gab zur damaligen Zeit sehr große Probleme mit betrunkenen Menschen. Man wollte den Spirituosentrinkern eine mildere Alternative anbieten, Bier. Damals gab es in Finnland 78 Brauereien. Die Einzige unabhängige Brauerei, welche sich noch heute in finnischem Besitz befindet, ist Olvi.

Olvi besitzt die nachfolgenden Beteiligungen:

  • estnischen Brauerei A. A. Le Coq (100 Prozent)
  • lettische Brauerei A/S Cesu Alus (99,88 Prozent)
  • litauische Brauerei Volfas Engelman (99,66 Prozent)
  • dänische Brauerei Bryggeriet Vestfyen (96,36 Prozent)
  • weißrussische Brauerei Lidskoe Pivo (96,4 Prozent)
  • The Helsinki Distilling Company (100 Prozent)
  • Servaali Oy (80 Prozent, Import-, Verkaufs- und Marketingorganisation für Premium-Getränke in Finnland)
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Es sind alles eher kleinere Länder, was die Einwohnerzahl angeht. Das scheint gar nicht so schlecht zu sein. Die ganz großen Brauereien konzentrieren sich natürlich auf die großen Absatzmärkte, wobei sie natürlich auch in fast alle Länder liefern bzw. vor Ort brauen. Da sind etwas uninteressantere Märkte für die Großen, durchaus interessant für kleinere Brauereien.

Die Umsatzverteilung 2021 sah so aus:

  • Finnland (41,4 Prozent)
  • Weißrussland (21,1 Prozent)
  • Estland (15,5 Prozent)
  • Litauen (12,5Prozent)
  • Lettland (7,7 Prozent)
  • Sonstiges (1,7 Prozent)

Wie du siehst, waren die in Weißrussland sehr aktiv und haben von dort auch nach Russland exportiert. Von Weißrussland wurde die Ukraine angegriffen. Investitionsplanungen für dieses Unternehmen wurden eingestellt, Exporte nach Russland gestoppt. Olvi sucht aktuell nach einem Käufer für dieses Unternehmen. Laut Q3-Bericht soll der Verkauf innerhalb von 12 Monaten über die Bühne gehen. Das sagte man aber auch schon im März.

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Werfen wir einen Blick auf die ersten neun Monate 2022. Das Verkaufsvolumen ist um 18,5 Prozent und der Nettoumsatz um 24,5 Prozent gestiegen. Das Betriebsergebnis belief sich auf 34,6 Millionen Euro ( -12,9 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum). Die Preissteigerungen bei der Beschaffung, Energie, Personal und allem anderen waren sehr hoch. Dies an die Kunden weiterzugeben ist nicht so einfach.

Die Dividendenrendite liegt bei 3,51 Prozent, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) bei etwas über 16. Seit November 2021 hat der Aktienkurs zwei Fünftel verloren.

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