Französische Software-Aktie des Tages: Linedata Services S.A.

Software-Aktien sind meist recht hoch bewertet, die das französischen Unternehmens Linedata Services (WKN: 938367 / ISIN: FR0004156297) hingegen nicht, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei gerade einmal 13, die Dividendenrendite bei 2,59 Prozent. Derzeit korrigiert die Aktie, sie notiert rund 17 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Mai 2024.

Linedata Services entstand 1998 aus der Fusion von drei kleineren IT-Unternehmen. Durch Zukäufe und organisches Wachstum arbeiten heute 1.200 Mitarbeiten in 20 Niederlassungen in den USA; Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Luxemburg, Mexiko, Tunesien, Lettland, Indien, Singapur und Hongkong für das Unternehmen.

Zu den 700 Kunden gehören Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter und Investmentgesellschaften. Ein Kunde ist die London Stock Exchange. Über die Datenverarbeitungssoftware von Linedata Services werden der Börsenaufsicht alle Transaktionen von Handelspartnern an der Börse übermittelt. Es gibt auch eine Software für die Risikoanalyse und Kreditverwaltung für Banken, wobei zwei Drittel des Umsatzes mit Kunden aus dem Bereich der Vermögensverwalter erzielt werden. Im ersten Quartal 2024 stieg der Umsatz auf 43,9 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 42,5 Millionen Euro).

  Norwegische Hochdividendenaktie des Tages: Wallenius Wilhelmsen ASA

Linedata Services ist jetzt nicht die Outperformer-Aktie, aber 150 Prozent Kurszuwachs innerhalb der letzten fünf Jahren ist auch nicht so schlecht. Das Unternehmen wächst langfristig. Es wird fast jährlich ein Unternehmen aufgekauft, so auch 2023 mit Audaxys, um das Geschäft in Südeuropa weiter auszubauen. Das Interessante sind die Kunden. Das sind große Unternehmen, welche bekanntlich immer sehr träge sind, was Softwareumstellungen angeht. Wenn man einmal bei denen drin ist und die Software aufgesetzt wurde, was bekanntlich sehr lange dauert, dann wechselt so ein Kunde mal eben nicht zu einem anderen Anbieter. Das würde eine Menge Geld kosten, die Mitarbeiter müssten neu geschult werden, das machen die daher eher nicht.

Werbung



Füge einen Kommentar hinzu:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert