Günstige deutsche Hochdividendenaktie des Tages: Sixt SE

Den Autovermieter Sixt (WKN: 723132 / ISIN: DE0007231326) muss man nicht groß vorstellen, ihn kennt eigentlich so ziemlich jeder. Im Moment schwächelt die Aktie wieder, wir reden von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von etwa über 9 und einer Dividendenrendite von 6,13 Prozent für die Vorzugsaktien.

Sixt hatte während der Corona-Pandemie große Problem , da wenig geflogen wurde und somit es auch schwer war, an den Flughäfen Fahrzeuge zu vermieten. 2022 war dann doch wieder ein Rekordjahr und 2023 ein erneutes Rekordjahr, was den Umsatz mit 3,6 Milliarden Euro anging, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern ging allerdings um fast 16 Prozent zurück auf 464 Millionen Euro.

Sixt hatte sich bei seinen Elektroautos verkalkuliert. Der Konzern ging einerseits davon aus, dass die Kunden diese mehr nutzen würden, was mangels Stromtankstellen und Reichweite dieser Fahrzeuge aber nicht der Fall war. Hätte man eigentlich wissen können.

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Dann kam es auf dem Markt für Elektrofahrzeuge 2023 zu starken Preiskämpfen der Hersteller. Dies führte dazu, dass der ursprünglich mal angenommen Restwert beim Weiterverkauf nach unten korrigiert werden musste. Wenn die Neuwagen billiger geworden sind, gibt es keinen Grund, einen ähnlich hohen Preis für einen Gebrauchtwagen zu bezahlen. Dies führte zu Abschreibungen von rund 40 Millionen Euro bei Sixt. Sixt musste handeln und hat diverse Elektrofahrzeuge, wo der Konzern das Restwertrisiko selbst trägt, aus seiner Flotte rausgeschmissen. Somit sind nur die E-Fahrzeuge von Herstellern in der Flotte verblieben, wo das Restwerkrisiko nicht bei Sixt liegt.

Eine weitere Konsequenz war eine Dividendenkürzung. Je Stammaktie beträgt die Ausschüttung für 2023 jetzt noch 3,90 Euro (Vorjahr: 6,11 Euro) und je Vorzugsaktie von 3,92 Euro (Vorjahr: 6,13 Euro) erfolgen. Die Anleger haben natürlich nicht bei dieser Dividendenkürzung gejubelt. Aus Dividendensicht könnte Sixt langfristig aber interessant sein, wenn das Ergebnis wieder stimmt und die Dividende steigt. Bei 6,13 Euro Dividende je Vorzugsaktie ,wie 2022, würde die Dividendenrendite bei 9,58 Prozent liegen.

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