Internetdienstleister Aktie des Tages: GoDaddy Inc.

Eine US-amerikanische Aktie, die viele Anleger nicht auf ihrem Radar haben, weil der Aktienkurs sehr stark gefallen ist, ist GoDaddy Inc. (ISIN: US3802371076 / WKN: A14QAF). Seit Januar 2025 hat der Aktienkurs fast 60 Prozent verloren und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 13. Es sieht so aus, als ob wir jetzt möglicherweise die Bodenbildung gesehen haben.

GoDaddy Inc. wurde 1997 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Tempe, Arizona. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 5.845 Mitarbeiter weltweit. Als einer der weltweit führenden Domain-Registrare bietet das Unternehmen die Registrierung, Verwaltung und den Handel mit Domainnamen an, die als zentrale digitale Identität dienen. Ergänzt wird dies durch eine breite Palette an Tools für den Aufbau und die Pflege einer Online-Präsenz, darunter Website-Baukästen, Hosting-Dienste und Sicherheitslösungen wie SSL-Zertifikate. Zusätzlich stellt GoDaddy Commerce-Funktionen bereit, mit denen Kunden Online-Shops einrichten, Zahlungen abwickeln und Produkte vermarkten können. Die Angebote gliedern sich in die Core Platform, die vor allem Domains, Hosting und Sicherheit abdeckt, sowie Applications and Commerce, wo Websites, Marketing-Tools, Produktivitätslösungen und E-Commerce-Anwendungen im Vordergrund stehen.

Das Unternehmen hat mehr als 20 Millionen Kunden. Es generiert den Großteil seiner Erlöse aus wiederkehrenden Abonnements. Durch die gezielte Anbindung weiterer Produkte an die Domain erhöht sich der Customer Lifetime Value deutlich, und die Kundenbindung bleibt bei Nutzern mit mehreren Angeboten besonders stark. Internationale Märkte und die Aftermarket-Aktivitäten bei Domains tragen ebenfalls zum stabilen Umsatz bei, während der Fokus auf kleinen Unternehmen und Entwicklern eine breite Basis schafft.

  Data-Engineering Aktie des Tages: Innodata Inc.

In den kommenden Jahren will GoDaddy vor allem durch eine unternehmensweite KI-Transformation wachsen, bei der Airo als zentrales Element dient. Airo soll als agentisches Betriebssystem für kleine Unternehmen fungieren und eine immersive KI-Erfahrung bieten, mit der Nutzer alles aufbauen und betreiben können, was ein kleines Geschäft braucht. Das Angebot hat bereits eine annualisierte Buchungsrate von 50 Millionen USD erreicht und wird aktiv im Domain-Kaufprozess getestet, bei gleichzeitig hoher Kundenzufriedenheit.

Ergänzend treibt GoDaddy die Entwicklung von Infrastrukturinitiativen wie dem Agent Name Service und dem Agentic Resource Discovery voran, arbeitet mit Partnern an offenen Standards für die agentische Web und hat eine Developer Platform eingeführt, die Entwicklern und KI-Systemen den direkten Umgang mit Domains ermöglicht. Durch die verstärkte Anbindung von Produkten, die Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer und die Expansion im Applications-and-Commerce-Bereich soll das Wachstum fortgesetzt werden, bei gleichzeitig disziplinierter operativer Ausführung, Margenausweitung und starker Free-Cashflow-Generierung. Das Unternehmen setzt auf nachhaltige profitable Expansion und die Rückgabe von Kapital an Aktionäre durch Aktienrückkäufe.

Im zweiten Quartal 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 1,298 Milliarden USD (Vorjahreszeitraum: 1,2176 Milliarden USD) und das Nettoergebnis ist gestiegen auf 240,1 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 199,9 Millionen USD).

  Indonesische Mischkonzern Aktie des Tages: PT Astra International Tbk

Der starke Aktienkursrückgang beruht vor allem auf einer massiven Bewertungsmultiplikator-Kompression, ausgelöst durch die Enttäuschung über ein verlangsamtes Bookings-Wachstum, eine stagnierende bzw. leicht rückläufige Kundenbasis bei wachsendem ARPU sowie zunehmende Sorgen vor einer strukturellen Disruption durch KI-basierte Website-Bau-Tools, die GoDaddys klassisches Domain- und Hosting-Modell bedrohen und bei denen das hauseigene Airo-Angebot den Marktanteilsverlust nicht stoppen konnte. Zusätzlich belasteten schwache Guidance-Angaben bei den Quartalszahlen (insbesondere Anfang 2026), eine selbst verursachte Bookings-Dämpfung durch aggressive .com-Promotionspreise mit kürzeren Vertragslaufzeiten, anhaltende Insider-Verkäufe und vereinzelte rechtliche Untersuchungen die Stimmung, sodass der Markt das Unternehmen von einem hoch bewerteten Wachstums-SaaS-Titel zu einer reifen Cash-Cow mit AI-Risiken herabstufte.

Werbung



Füge einen Kommentar hinzu:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert