REIT des Tages: Medical Properties Trust Inc.

Seit Dezember 2021 hatten die Anleger mit der Aktie vom Medical Properties Trust (WKN: A0ETK5 / ISIN: US58463J3041) nicht viel Freude. Der Aktienkurs brach um rund 88 Prozent ein, konnte seit Januar 2024 wieder rund 70 Prozent zulegen.

Das Unternehmen hat hohe Schulden, was natürlich bedeutet, dass die hohen Zinsen das Ergebnis belasten. Aus diesem Grund wurden im April fünf Krankenhäuser in Kalifornien und New Jersey an Prime Healthcare für 350 Millionen USD verkauft sowie ein 75-prozentiger Anteil an fünf Krankenhäusern in Utah verkauft, was zu einem Gesamterlös von ca. 1,1 Milliarden USD geführt hat. Für das Gesamtjahr 2024 rechnet das Unternehmen mit Erlösen aus Transaktionen von mehr als zwei Milliarden USD.

Während die Dividende im zweiten Quartal 2023 noch bei 0,29 USD lag, so liegt sie jetzt nur noch bei 0,15 USD, was einer Dividendenrendite von 11,17 Prozent entspricht.

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Der starke Kurseinbruch hat noch einen weiteren Grund. Medical Properties verfügt über ein Gesamtvermögen von ca. 17,4 Milliarden USD, wozu 436 Immobilien mit ca. 43.000 Betten, die an 53 Krankenhausbetreiber in den Vereinigten Staaten, den Vereinigten Königreich, Schweiz, Deutschland, Spanien, Finnland, Kolumbien, Italien und Portugal verpachtet wurden. Damit ist Medical Properties der weltweit zweitgrößte nichtstaatliche Eigentümer von Krankenhäusern.

Der größte Mieter ist Steward Health Care. Dieses Unternehmen betreibt mehr als 30 Krankenhäuser. Letzten Monat ging Steward Health Care insolvent. Im Januar hatte Medical Properties an Steward Health Care einen Überbrückungskredit in Höhe von 60 Millionen USD gewährt und kürzlich noch einmal einer Finanzierung über 75 Millionen USD zugestimmt.

Diese Insolvenz wirkt sich natürlich auf die Einnahmen, den Aktienkurs und möglicherweise der Dividende aus. Es könnte sein, dass die Miete gesenkt werden könnte. Sollte es gelingen, dass Steward Health Care erfolgreich restrukturiert wird oder von einem Wettbewerber übernommen wird, dann könnte dies zusammen mit einer Zinssenkung der Fed ein Gamechanger bei der Aktie sein. „Aktien kaufen, wenn die Kanonen donnern“, heißt es.

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Das Risiko ist natürlich vorhanden, der Aktienkurs kann weiter einbrechen, so ist es aber immer an der Börse. Derzeit läuft die Gesundschrumpfung über Immobilienverkäufe. Sollte es gelingen und die Dividende dann wieder auf 0,29 USD im Quartal anziehen, dann reden wir von einer Dividendenrendite von mehr als 20 Prozent.

Im ersten Quartal 2024 betrug der Umsatz 271,3 Millionen USD (Vorjahresquartal: 350,2 Millionen USD), das EBITDA 233,2 Millionen USD (Vorjahresquartal: 301,4 Millionen USD) und das Nettoergebnis -735,6 Millionen USD (Vorjahresquartal: 32,79 Millionen USD).

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