So wähle ich meine Wachstumsaktien für mein Depot aus

Es geht bekanntlich nichts über ein gut aufgestelltes Wachstumsdepot. Über die Jahre kann da eine ganz schöne Summer bei herauskommen, wenn man sich für die richtigen Aktien entschieden hat. Natürlich kann man auch ETFs kaufen, dies ist aber nicht mein Ding, ich will mehr Rendite und dies gelingt mir auch.

An Wachstumsaktien mangelt es nicht. Da lassen sich ohne Probleme über eintausend gute von finden. Nur leider man hat nicht so viel Geld, die alle zu kaufen. Deshalb muss man eine Auswahl treffen, nach bestimmten Kriterien.

Grundsätzlich möchte jeder natürlich so viel Rendite wie möglich, ich auch. Nur darf man das Risiko dabei nicht aus den Augen verlieren. Es gibt so viele Aktien, welche hochschießen. Oft fallen die aber auch wieder ganz schnell. Viele dieser Überfliegenaktien sind sehr riskant. Oft verdienen diese Unternehmen gar kein Geld.

Aus diesem Grund brauchst du eine gute Strategie. Ich erkläre dir jetzt meine. Es muss nicht die richtige Strategie für dich sein, viele Wege führen nach Rom. Für mich funktioniert diese Strategie jedenfalls ganz gut.

Vergiss erst einmal die Diversifikation über viele Länder hinweg. Dies passiert über die Jahre automatisch. Ich bin mittlerweile bei 80 Prozent USA angekommen im Depot, da sitzen nun mal die ganzen Tech-Unternehmen.

Der Großteil meiner Aktien im Depot stammt von Unternehmen, welche profitabel sind. Profitabel heißt bei mir, Umsatz und Gewinn steigen seit Jahren. Rund fünfzehn Prozent meiner Aktien stammen von Unternehmen, welche kein Geld verdienen, Umsatz steigt aber stark, hoch zweistellig.

Oft ist es so, dass die Aktien von Unternehmen, welche stark wachsen, aber noch kein Geld verdienen, beim Kurszuwachs etwas besser performen. Allerdings sind diese Aktien auch riskanter. Was schnell steigt, fällt auch wieder manchmal so schnell, dies darf man nicht vergessen. Deshalb habe ich nur einen kleinen Teil dieser Aktien meinem Depot beigemischt.

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Als Erstes schaue ich mir bei einer Aktie immer den Aktienchart an. Ich liebe Aktien, wo man am Zehn-Jahres-Chart ein Lineal anlegen kann und ich da eine schöne halbwegs gerade Linie bzw. leicht steigende Kurve sehe. Aktien, welche laufend hoch und herunterspringen gefallen ich nicht, die sind mir zu volatil.

Ausschlaggebend ist natürlich der Kurszuwachs pro Jahr. Es gibt super Aktien, welche im Jahr zwanzig Prozent machen, kaum herumspringen. Es sind aber eben nur zwanzig Prozent, ich will mehr, mindestens vierzig Prozent.

Der 10-Jahres-Chart sollte mindestens 400 Prozent im Plus sein, besser mehr. Warum mehr? Meistens ist es so, je größer ein Unternehmen wird, desto mehr lässt das prozentuale Wachstum nach.

Es könnte beispielsweise sein, dass innerhalb von zehn Jahren die Aktien 1.000 Prozent gestiegen sind, innerhalb der letzten fünf Jahre 350 Prozent, innerhalb der letzten drei Jahre 150 Prozent. Achte mal bei Aktiencharts darauf, oft ist es so.

Deswegen musst du dir unbedingt auch den Chart der letzten fünf und drei Jahre anschauen. Bei drei Jahren sollte bei mir mindestens 120 Prozent Kurszuwachs stehen, besser mehr.

Auch schaue ich mir den Chart vom letzten Quartal und Monat an. Wenn die Aktie seit Wochen fällt, dann packe ich die auf meine Watchlist, kaufe sie aber noch nicht. Erst wenn die Aktie wieder anfängt zu steigen, über mehrere Tage, dann kaufe ich sie. In einem Bullenmarkt muss man nicht ins fallende Messer greifen, dies macht man bei einem Crash, da geht es nicht anders.

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Wenn ich Aktien mit diesen Kriterien gefunden habe, dann schaue ich mir erst die Bilanzen an, was das Unternehmen macht und ob das Geschäftsmodell eine Zukunft hat. Es gibt sehr viele Hype-Aktien, welche schnell hochschießen, nach ein bis zwei Jahren aber in der Tiefgarage sind. Solche muss man nicht kaufen.

Ganz schwierig, aber auch sehr interessant, sind Aktien nach Börsengängen (IPOs), weil diese innerhalb kurzer Zeit mehrere hundert Prozent zulegen können. Oft sieht man aber auch, dass die Aktien am ersten Handelstag hochschießen und dann abstürzen, dies gibt es auch.

Meine Strategie ist, wenn mir ein Unternehmen bei einem IPO gefällt, dass ich erst einmal zwei oder drei Wochen abwarte und dann einsteige. Ob eine Aktie gut ist, kann man nicht immer sofort erkennen.

Ein Anzeichen ist, wenn die ausgegebenen Aktien alle an institutionelle Anleger gehen und fast nichts für die Kleinanleger übrigbleibt. Wenn fast alle Aktien bei einem Börsengang an Kleinanleger gehen, dann halten die institutionellen Anleger diese Aktien wohl nicht für gut. Deren Informationen sind meist besser als die der Kleinanleger. Dann sollte man auch zurückhaltend sein. Qualitätsaktien haben nach einem IPO oft einen Kurseinbruch, wo man günstiger sich eindecken kann. Von daher ist es nicht ganz so wild, wenn man am Anfang nicht dabei ist.

Es gibt auch Aktien, welche sich über Jahre seitwärts bewegen und mit einmal hochschießen. Die kaufe ich dann gewöhnlich nicht, weil es sehr schwer einzuschätzen ist, ob diese dann weiter steigen oder wieder stark fallen werden. So ungefähr wähle ich meine Aktien aus.

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