Technologie-Aktie des Tages: Impinj Inc. +470% in 3 Jahren

Unsere heutige Aktie des Tages kennt wohl kaum jemand. Dennoch scheint die Impinj Inc. (WKN: A2ANZB / ISIN: US4532041096) seit März 2020 wie Phönix aus der Asche auferstanden zu sein, bzw. deren Aktienkurs. Der Umsatz steigt seit Jahren, mit Ausnahme vom Coronajahr 2020. Dennoch ist Impinj bisher noch nicht profitabel. Aber fangen wir vorne an.

Impinj wurde im Jahr 2000 gegründet und sitzt in Seattle. Das Unternehmen ist klein, nur rund 310 Mitarbeiter. Es werden RFID-Chips, Lesegeräte und Software hergestellt. Viele dachten schon, RFID ist tot, dennoch scheint auch diese Technik ihre Renaissance zu erleben.

Was ist RFID?

Ich versuche es einmal ganz einfach zu erklären. Auf der einen Seite haben wir einen Chip. Den nennt man Transponder oder auch Tag. Auf der anderen Seite haben wir ein Lese-/Schreibgerät, welches diese Informationen lesen oder auch verändern an. Dies hängt vom Chip ab.

Es gibt aktive und passive RFID-Chips. Passive RFID-Chips kennst du von der Bekleidung in Modegeschäften. Diese RFID-Chips besitzen keine eigene Stromversorgung und die Reichweite beträgt nur wenige Zentimeter. Damit man die lesen kann, braucht man ein Lesegerät mit Funksignal.

Die aktiven RFID-Chips sind deutlich größer und besitzen eine eigene Energieversorgung. Deren Reichweite, mit Antenne, kann mehrere Kilometer betragen. Auf diesen RFID-Chip können auch viel mehr Daten gespeichert werden.

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Wozu braucht man RFID-Chips?

Die Modekette Zara setzt auf Technik von Impinj und bringt diese RFID-Chips an ihrer Bekleidung an. Man kann so seinen Bestand pflegen oder auch diese Technik als Diebstahlsicherung verwenden. Inventuren gehen so viel schneller und dies spart Geld. Personal ist teuer. Es ist aber noch viel mehr möglich.

Der Flughafen McCarran International Airport in Las Vegas oder auch der Brussels Airport nutzen diese Technik bei der Gepäckaufgabe und zur Nachverfolgung. Logistikunternehmen und Versandlager großer Onlinehändler setzen sie ein oder auch Unternehmen für ihre Lieferketten. So kann man Kühlketten überprüfen oder ein Bauteil in der Fabrik verfolgen. Man weiß, wann ein Produkt angekommen ist und wann es das Gelände wieder verlassen hat.

IoT liest man immer wieder, das Internet der Dinge oder einfach ausgedrückt, vernetze Geräte, die miteinander kommunizieren. Da benötigt man auch RFID-Chips. Dieser Markt boomt weltweit. Bisher sind weltweit geschätzt 50 Milliarden Geräte vernetzt. Dies ist erst der Anfang, da kommt noch viel mehr die nächsten Jahre.

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Es deutet sich seit einiger Zeit auch eine neue interessante Verwendung an. Dieser Markt entsteht bisher noch sehr langsam. Wenn man RFID-Chips an alle Produkte im Supermarkt klebt, kann man mit seinem Einkaufskorb durch an einen Scanner am Ausgang des Supermarktes fahren und automatisch wird alles auf den Kassenbon geschrieben. Die Abbuchung erfolgt auch gleich von der EC-Karte.

Amazon testet dies in den USA, aber auch deutsche Supermärkte haben Tests am Laufen. Wenn dies in allen Supermärkten weltweit kommt und es wird kommen, ist nur eine Frage der Zeit, dann rollt der Rubel bzw. in diesem Fall der Dollar, ist ja ein US-Unternehmen. Kassierer sind teuer.

Im Geschäftsjahr 2020 lag der Umsatz bei 138,92 Millionen US-Dollar (Vorjahr 152,84 Millionen US-Dollar). Dieser Umsatzrückgang liegt an Corona, die Jahre zuvor ist er immer gestiegen. Viele lokale Geschäfte waren geschlossen, dies muss sich auf den Umsatz auswirken.

Nach Steuern lag der Verlust bei 51,92 Millionen US-Dollar (Vorjahresverlust 22,99 Millionen US-Dollar). Im Jahr 2015 gab es den letzten Gewinn nach Steuern, 0,9 Millionen US-Dollar.

Die Impinj-Aktie ist durchaus etwas spekulativer anzusehen und es gibt auch viele Wettbewerber auf dem Weltmarkt. Recherchiere daher bitte gründlich.

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