US-Aktien kann man ruhig übergewichten im Portfolio

Amerikanische Aktien entwickeln sich an der Börse deutlich besser als europäische Aktien. Selbst jetzt in der Krise eilt der Nasdaq von Rekord zu Rekord. Natürlich möchte man als Anleger auch davon profitieren, dies ist doch wohl selbstverständlich.

In meinem Portfolio machen Aktien aus den USA rund 40 Prozent aus. Es ist absolut in Ordnung, amerikanische Aktien im Depot überzugewichten.

Generell sollte man nicht gegen die USA wetten. Sie sind die größte Wirtschaftsmacht und tun im Gegensatz zu den europäischen Politikern alles dafür, dass ihre Unternehmen weltweit erfolgreich sind.

Im Silicon Valley in Kalifornien sitzen die ganzen Internetunternehmen. Sie regieren die Digitalbranche. Daran wird sich auch nichts ändern. Höchstens die Chinesen können da langfristig gegenhalten. Aus Europa oder Deutschland wird nichts zu erwarten sein.

Wie wollen wir in Deutschland künstliche Intelligenz entwickeln, wenn wir keine Daten haben, weil der Datenschutz dies verhindert? 90 Prozent der weltweiten Daten liegen auf amerikanischen oder chinesischen Servern. In Deutschland wurden wir abgehängt.

Um wenigstens finanziell als Anleger davon zu profitieren, ist es durchaus angebracht, daher verstärkt in amerikanische Unternehmen zu investieren. Es müssen nicht nur die Internetunternehmen sein, es gibt viele andere gute.

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Wenn man sieht, wie viel Geld an Risikokapital in den USA investiert wird, dann müssen dort zwangsweise immer neue erfolgreiche Unternehmen entstehen, selbst wenn die meisten Start-ups scheitern.

Nicht nur die Internetunternehmen aus den USA sind weltweit führend, auch in vielen anderen Branchen sind die USA vorne mit dabei. In keinem Land der Welt wird die freie Marktwirtschaft zu hochgehalten wie in den USA. Viele bürokratische Hindernisse, die wir in Deutschland haben, gibt es in den USA nicht. Als deutscher Unternehmer steht man immer mit einem Bein im Knast.

Daher sollte man unbedingt amerikanische Aktien in seinem Portfolio haben. An den Ländern gemessen durchaus am meisten. Diversifikation ist wichtig, aber bis zu 40 Prozent USA ist OK, selbst 50 Prozent wären noch angemessen. Man sollte allerdings über verschiedene Branchen streuen.


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