Was tun, wenn Aktien fallen? – So bist du gegen einen Börsencrash gewappnet

Als Aktionär wird man früher oder später mit einem Börsencrash konfrontiert werden. Im Schnitt knallt es alle 7 bis 10 Jahre an der Börse. Kein Grund zur Panik. Niemand kann vorhersagen, wann ein Crash genau passiert.

Man kann zwar erkennen, dass Aktien dann meist total überbewertet sind, dies bedeutet aber noch lange nicht, dass dann die Börse zusammenbricht. Dies kann erst viele Jahre später passieren. Andere Crashs, wie die Coronakrise, passieren völlig unerwartet, auch das gibt es. Wobei ein Crash in diesem Fall sowieso bevorstand, die Aktienkurse waren schon heißgelaufen.

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Das beste Mittel gegen einen Börsencrash ist eine langfristige Anlagestrategie. Man sucht sich gute Unternehmen aus und behält die Aktien über Jahrzehnte. Kommt der Crash, sitzt man ihn aus, bis sich die Aktienkurse wieder erholen. Dies ist die beste Strategie gegen einen Crash.

Das Problem ist, man weiß nicht, wie tief eine Aktie fällt. Wüsste man das, dann könnte man sich ausrechnen, was am sinnvollsten ist, verkaufen und später billiger nachkaufen oder nichts machen. Man weiß es aber nicht. Daher ist es oft die beste Entscheidung, nichts zu machen. Dies muss man psychisch aber aushalten können.

Letztendlich hängt das Verhalten von der Strategie ab. Hat man durch Trading Gewinne erzielt, dann kann es sinnvoll sein, eine andere Aktie, welche im Minus ist, abzustoßen und ggf. später sogar günstiger nachzukaufen. Durch die Realisierung des Verlustes kann man seine Steuerlast mindern.

In Krisen laufen recht gut Unternehmen aus dem Wohnimmobilienbereich, Pharma, Technologie, Software, Infrastruktur, Verbrauchsgüter- und Lebensmittelhersteller. Damit lässt sich sehr gut ein Depot aufbauen. Achte auf die Cashreserven der Unternehmen. Je mehr Cash, desto besser sind sie für Krisen gerüstet und müssen keine Staatshilfe beantragen. Meist sind dies die großen Technologie- und Softwareunternehmen, aber auch in anderen Branchen wird man fündig.

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Sehr beruhigend sind Dividenden-Aktien. Die eben genannten Branchen schütten meist gute Dividenden aus. Technologie- und Softwareunternehmen sind etwas geizig, manchmal zahlen sie auch keine Dividende. Durch Dividenden fließt regelmäßig Geld in die eigene Tasche, trotz Krise. Dies ist sehr beruhigend. Dieses Geld kann man bei einem Crash wieder in neue günstige Aktien investieren oder seine vorhandenen Positionen aufstocken. Daher sind hohe Dividendeneinnahmen perfekt bei einem Crash.

Suche dir Burggraben-Unternehmen aus, welche es noch in Zukunft geben wird, deren Produkte nicht durch ein anderes Unternehmen so schnell ersetzt werden können. Du brauchst die Marktführer mit Alleinstellungsmerkmal. Endliche Geschäftsmodelle sind nicht die richtige Wahl.

Erfolgreiche Unternehmen erwirtschaften auch in Krisenzeiten Gewinne und steigern langfristig den Wert des Unternehmens. Aber auch deren Aktienkurs kann einbrechen, wenn der Gesamtmarkt einbricht. Die Erholung der Aktie ist dann aber nur eine Frage der Zeit.



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