Zukunftsaktie des Tages: Encore Wire Corporation

Im letzten Jahr und auch in diesem haben einige Unternehmen richtig abkassiert. Wahrscheinlich denkst du jetzt an die Rohstoffunternehmen oder Energiekonzerne. Sehr gute Geschäfte haben auch die Container-Reedereien gemacht. Innerhalb der letzten zwölf Monate sind die Frachtpreise aber um 77 Prozent gesunken, die Party ist dort jetzt vorbei, die Frachtraten sinken.

Es gibt noch eine Branche, die richtig abkassiert hat. Zu dieser Branche gehört die texanische Encore Wire Corporation (WKN: 892473 / ISIN: US2925621052). Dementsprechend hatte diese Aktie vor vier Tagen auch Allzeithoch, notiert aktuell rund 7 Prozent unter Allzeithoch.

Wie der Unternehmensname bereits verrät, produziert dieses Unternehmen Kabel und Drähte für Gebäude. Die meisten Produkte werden an Großhändler vertrieben, welche diese dann an Elektroinstallateure verkaufen. Encore Wire ist nur in den USA aktiv und zählt dort zu den Branchenführern. Das Unternehmen ist einer der günstigeren Anbieter am Markt.

Encore Wire legt großen Wert darauf, schnell liefern zu können. Daher ist der Lagerbestand auch immer etwas höher und ein Vorteil gegenüber einigen Wettbewerbern.

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81,7 Prozent der Rohstoffkosten macht Kupfer aus. Kupferlackdraht wird innerhalb des Unternehmens hergestellt. In der Fabrik wird auch Kupfer recycelt, um die Produktionskosten zu senken.

In dieser Branche gibt es eine interessante Regelung. Die Rohstoffpreise, welche sich laufend an der Börse ändern, werden tagesaktuell an die Kunden weitergegeben. Es gibt keine langfristigen Vereinbarungen zu einem Fixpreis, der einem um die Ohren fliegt, wenn die Rohstoffpreise explodieren.

Werfen wir einen Blick in die Bilanz. Der Umsatz betrug 2020 noch 1,277 Milliarden USD, 2021 waren es dann bereits 2,593 Milliarden USD. Dies ist wenig überraschend, dies hat man auch bei anderen Baustoffherstellern gesehen. Die Rohstoff- und Energiepreise sind gestiegen, somit gingen die Umsätze nach oben, weil man mehr Geld von den Kunden verlangen musste und auch konnte.

Der Gewinn nach Steuern ist so richtig explodiert. 2020 lag er bei 76,07 Millionen USD, 2021 waren es dann 541,42 Millionen USD.

Im laufenden Geschäftsjahr läuft es bisher auch sehr gut. In den ersten neun Monaten 2022 stieg das EBITDA auf 745,248 Millionen USD (Vorjahreszeitraum 534,062 Millionen USD).

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Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei 4. Auch wenn dies rechnerisch so ist und bisher gut läuft, sollte man dennoch im Hinterkopf haben, dass das Unternehmen überproportional von dem steigenden Kupferpreis profitiert hat. Fällt der, fällt auch der Gewinn sehr stark und wahrscheinlich auch der Aktienkurs. Im Moment kühlt die Wirtschaft ab, auch in den USA. Dies wird sich aber wieder ändern.

In den nächsten Jahren erwartet die Branche ein jährliches Wachstum von durchschnittlich sechs Prozent. Dies liegt an den immer stärker zunehmenden Ausbau von Rechenzentren, 5G und smarten Stromnetzen. Durch die steigende Kupfernachfrage vermuten Analysten, dass der Kupferpreis in den nächsten Jahren auch steigen wird.

Das Unternehmen ist unverschuldet und sitzt auf einen dicken Cashbestand. Bis zum 31. März 2023 sollen bis zu 2 Millionen Stammaktien zurückgekauft werden. Ursprünglich waren es eine Million Aktien. Aktuell sind 18,34 Millionen Aktien ausgegeben. Da sind 2 Millionen Aktien sehr viel. Weniger Aktien sind gut für den Kurs und Dividende. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt allerdings nur 0,06 Prozent. Das Unternehmen bevorzugt offenbar Aktienrückkäufe.

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