Zwei kleine Tricks, welche dir die Aktienauswahl erleichtern

Die richtige Aktienauswahl ist gar nicht so leicht. Ob man sich richtig entschieden hat, sieht man sowieso erst im Nachhinein. Es gibt so viele Aktien, auch so viele Qualitätsaktien, da fällt es oft schwer, sich zu entscheiden, welche man kaufen soll.

Ich kenne dieses Problem zur Genüge. Jetzt nach dem Börsencrash gibt es noch mehr gute Aktien, als schon zuvor. Leider sind die finanziellen Mittel begrenzt, man kann nicht alle kaufen, leider. Dennoch möchte man möglichst viel an Rendite mit seinem begrenzten Geld herausholen.

Wenn es einhundert Qualitätsaktien gibt, man aber nur Geld für fünf hat, muss man irgendwie eine Auswahl treffen. Ich habe mir über die Jahre zwei Systeme entwickelt, wie man das umsetzen könnten.

Es gibt zwei Situationen. Die eine ist nach einem Crash, wenn viele Aktien günstiger zu bekommen sind, als vor dem Crash. Dann gibt es aber auch Aktien, welche der Crash kaum getroffen hat und heute höher notieren, als vor dem Crash. Dies erfordert zwei unterschiedliche Herangehensweisen bei der Aktienauswahl.

Fangen wir mit den abgestürzten Aktien an. Unterstellen wir einmal, du hast die jetzt alle gut geprüft und generell für kaufenswert eingestuft.

Dann musst du nur ausrechnen, welche dieser Aktien vom Kurs vor dem Crash noch am weitesten entfernt sein. Wenn einige prozentual relativ beieinander liegen, kannst du die Dividendenrendite noch mit einbeziehen. Wenn bei der einen Aktie die nur bei einem Prozent liegt, bei der anderen aber bei drei Prozent, dann kann man sich überlegen, ob man nicht lieber die Aktie mit der deutlich höheren Dividendenrendite wählt.

Jetzt nach dem Crash sind die Tech-Aktien sehr gut durchgestartet. Sie notieren höher als vor dem Crash. Wenn du dir da einige Werte ausgeguckt hast, könntest du dir die Kurszuwächse der letzten drei Jahre anschauen und die Aktien wählen, welche über diesen Zeitraum am stärksten gestiegen sind.

Bei den 10-Jahres-Charts bin ich immer etwas vorsichtiger. Der sollte natürlich auch schön nach oben ansteigen, allerdings sagt das nicht sehr viel über die zukünftige Entwicklung einer Aktie aus, der 3-Jahres-Chart aber auch nicht.

Oft ist aber zu erkennen, dass der Kursanstieg in den letzten drei Jahren, auf das Jahr heruntergerechnet, schlechter ist, als bei zehn Jahren. Dies hängt damit zusammen, dass je größer ein Unternehmen wird, dass prozentuale Wachstum nachlässt. Dies sieht man dann auch am Aktienkurs, die Aktie steigt langsamer. Deswegen greife ich in diesem Fall lieber auf den 3-Jahres-Chart, anstatt auf den 10-Jahres-Chart zurück.



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