Deutsche Automobilaktie des Tages: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW)

Experten erwarten einen Rückgang des Automobilverkaufs weltweit. Die Ursache soll aber nicht die Nachfrage sein, sondern auf der Angebotsseite liegen. Der weltweite Mangel an Speicherchips und anderen Bauteilen, teils bedingt durch fehlende Produktionskapazitäten bei den Chipherstellern, aber auch durch die Lieferkettenproblematik.

Nun könnte man annehmen, dass sich dies auf den Gewinn der Automobilhersteller auswirken wird. Dies wird vermutlich wohl nicht so kommen. Über die letzten Jahre, viele Jahre eigentlich, bestanden Überkapazitäten in der Produktion bei den Automobilherstellern. Sie wurden ihre Fahrzeuge nur los, indem sie sehr hohe Rabatte auf Neuwagen eingeräumt haben.

Dies ändert sich jetzt. Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, es ist schon von Wartezeiten bei Neuwagen von bis zu 18 Monaten die Rede, dann muss man keine großen Rabatte gewähren. Die jetzige Situation nutzen die Hersteller daher, ihre Margen zu erhöhen, um so die niedrigeren Verkaufszahlen auszugleichen.

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Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) hat mit ihren Marken BMW, Mini und Rolls-Royce im Jahr 2021 rund 2,52 Millionen Autos weltweit verkauft. Davon waren 103.855 E-Autos. Damit war 2021 bei den Neuzulassungen für BMW Unternehmensrekord. Eigentlich ist es schon merkwürdig. Jeder Automobilhersteller beschwert sich über die Chipknappheit, dennoch haben viele 2021 ein Rekordjahr hingelegt.

Daraufhin hat BMW für 2021 die Dividende von 1,90 Euro auf 5,80 Euro erhöht, was einer aktuellen Dividendenrendite von rund 7,73 Prozent entspricht. Der Umsatz stieg um 12,37 Prozent auf 111,239 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern um 228 Prozent auf 12,382 Milliarden Euro.

Aktien von Automobilherstellern sind über die letzten zehn Jahre nicht der Überflieger gewesen. Wenn man dies aber mit der Dividende verrechnet, ist es oft gar nicht so schlecht. Derartigen Aktien sind eher für Buy and Hold Dividendenjäger geeignet. Derzeit wird die BMW-Aktie mit einem Kursabschlag von etwa 25 Prozent gehandelt. Die Dividende könnte nach Analystenmeinungen für 2022 auf 7,00 Euro ansteigen. Derzeit korrigiert die Aktie sogar wohl noch.

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Es wurde kürzlich ein Aktienrückkaufprogramm von BMW beschlossen, Volumen zwei Milliarden Euro. Es soll jetzt im Juli beginnen und bis 31. Dezember 2023 laufen. Dabei sollen bis zu 1,85 Milliarden Euro für Stammaktien und bis zu 0,15 Milliarden Euro für Vorzugsaktien aufgewendet werden. Bei einem Börsenwert von BMW von 45 Milliarden Euro gar nicht mal so wenig. Je weniger Aktien, desto weniger Aktionäre, die sich die ausgeschüttete Dividendengesamtsumme teilen müssen.

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