Deutsche Immobilien-Aktie des Tages: Noratis AG – das neue Vonovia?

Immer wieder wird in Berlin von Linken und Aktivisten gefordert, die großen Wohnungsunternehmen zu enteignen, obwohl man mit Gebäudeaufstockungen dort 500.000 Wohnungen schaffen könnte.

Weitere 500.000 Wohnungen wären möglich, indem man die 6.000 Hektar Baulandreserve aktiviert. Durch schnellere Genehmigungsprozesse und digitalisiert würde vieles dort schneller gehen, ist aber politisch nicht gewollt.

Schauen wir uns daher heute einmal ein Immobilienunternehmen an, welches nicht im Fokus dieser Aktivisten steht, die 2002 gegründete Noratis AG (WKN: A2E4MK / ISIN: DE000A2E4MK4) aus Eschborn. Ich hatte über dieses Unternehmen schon einmal berichtet, jetzt gibt es neue Erfolgsmeldungen.

Der Bestandsentwickler Noratis hat sich eine interessante Nische ausgesucht, er investiert in Werkswohnungen, Quartiere und Siedlungen in Mittel- und Kleinstädten sowie in Randlagen von Ballungsgebieten, welche er aufwerten kann. Damit lässt sich gutes Geld verdienen.

Sobald die Aufwertung abgeschlossen ist, bleiben die Immobilien erst einmal im Bestand, bringen Miete ein und werden dann Jahre später, nach einer erneuten Wertsteigerung der Immobilie über die Zeit, veräußert. Entweder ist der Mieter selbst der Käufer, ein zukünftiger Selbstnutzer oder Kapitalanleger.

Kürzlich kamen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 heraus. Der Immobilienbestand stieg um 25 Prozent auf 4.212 Einheiten. 2016 waren es gerade einmal 1.008 Einheiten. Vielleicht wird Noratis das neue Vonovia für Klein- und Mittelstädte, wer weiß?

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Der Gewinn nach Steuern ist bereits explodiert, er stieg im Geschäftsjahr 2021 um 241 Prozent auf 9,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 136 Prozent auf 19,4 Millionen Euro. Noratis profitiert jetzt vom gewachsenen Immobilienbestand. Dadurch stiegen die Mieteinnahmen von 16,7 Millionen Euro 2020 auf 23 Millionen Euro 2021.

Bisher war die Aktie nicht der Überflieger die letzten Jahre, hat sich mehr oder weniger seitwärts bewegt. Viele Anleger kennen die Aktie auch nicht. Eine Dividendenreduzierung vor einiger Zeit hat wohl auch einige Anleger verschreckt.

Aktuell werden 0,55 Euro je Aktie ausgeschüttet, dies entspricht 2,86 Prozent Dividendenrendite. Wenn der Immobilienbestand weiter so wächst, kann die Dividende auf lange Sicht explodieren. Wer nur an der Dividende interessiert ist und viel Geduld besitzt, der sollte sich diese Aktie einmal anschauen.

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