Deutsche Nachhaltigkeitsaktie des Tages: 7C Solarparken AG

Wenn man der Politik glauben darf, kleines Späßchen, dann geht es mit den erneuerbaren Energien jetzt aufwärts. Bis es soweit ist, schließt erst einmal Nordex das letzte deutsche Werk in Rostock für die Fertigung von Rotorblättern. Statt unbeliebter Windkraft soll jetzt wohl die Fotovoltaik alles richten.

Während die Solarzellenhersteller in Deutschland auch ihren Abschied genommen haben und die Chinesen das Geschäft machen, läuft es für die Betreiber von Solarparks sehr gut. Eine interessante Aktie in diesem Bereich ist die 2005 gegründete, Bayreuther 7C Solarparken AG (WKN: A11QW6 / ISIN: DE000A11QW68).

Etwa 95 Prozent des Portfolios befinden sich in Deutschland, vorwiegend Bayern und Sachsen. Die etwa anderen fünf Prozent befinden sich in Belgien. Es handelt sich dabei um Freiflächen- und Dachanlagen. Die eigenen Anlagen besitzen eine Leistung von 352 MWp. Zusammen mit den verwalteten Anlagen sind es 412 MWp.

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Das gute Wetter und die hohen Strompreise lassen derzeit die Kasse klingeln. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 11,12 Prozent auf 56,22 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern stieg hingegen sogar um 87,9 Prozent auf 9,86 Millionen Euro.

Im Q1 2022 stieg der Umsatz um 70 Prozent auf 14,1 Millionen Euro, das EBITDA stieg um 73 Prozent auf 11,9 Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahresquartal. 7C Solarparken profitiert kräftig von den hohen Energiepreisen und wird es auch 2023 tun.

Für etwa ein Viertel des Portfolios wurde mit einem großen Energieversorger eine Strompreis-Swap-Vereinbarung für den Zeitraum 1. Juni 2022 bis 31. Dezember 2023 geschlossen. Die durchschnittliche Einspeisevergütung lag bei etwa 58 Euro pro MWh, die in der Vereinbarung bei einem Festpreis in Höhe von 149,50 Euro pro MWh.

Die Politik in Deutschland und die Europäische Kommission würden gerne Übergewinne der Energieunternehmen abschöpfen. Dies kann noch Auswirkungen auf den Gewinn haben.

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Innerhalb der letzten fünf Jahren hat sich die Aktie fast verdoppelt. Die derzeitige Dividendenrendite beträgt etwa 2,22 Prozent. Da sich noch weitere Projekte in der Entwicklungspipeline befinden, ist davon auszugehen, dass die installierte Leistung weiter steigen wird und wenn die Politik keine Übergewinnsteuer einführt, auch die nächsten Jahre gut werden könnten.

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