Zu welcher Uhrzeit Aktien kaufen?

Es ist nicht leicht zu beantworten, zu welcher Uhrzeit man Aktien kaufen sollte. Timing an der Börse klappt nicht. Man kann sich nur von Erfahrungswerten etwas leiten lassen.

Leider sieht es in der Praxis meist dann aber so aus, wenn man sich nach seinen Erfahrungswerten richtet, dass es genau dieses eine Mal schiefgeht. Es ist immer so, jedes Mal. Timing funktioniert meist nicht. Wenn doch, dann ist es reiner Zufall und nicht Können. So ist die Börse, leider. Absolut unberechenbar.

Ich bekomme es meist auch nicht hin, egal wie viel Mühe ich mir gebe. Es gibt allerdings einige ungefähre Richtwerte, was mir so aufgefallen ist. Dies versuche ich umzusetzen und zu beherzigen. So kaufe ich auch meine Aktien.

Mir ist aufgefallen, dass Aktien entweder zum Handelsstart, Mittags oder gegen Ende des Handels eher tiefer notieren. Zwischendurch sind oft Erholungsphasen.

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Zum Handelsstart stürzen öfter Aktien ab, welche sich dann im Laufe des Tages erholen. Es ist viel Liquidität im Markt. Wenn man Pech hat, ist es aber ein richtig mieser Handelstag und die Kurse sinken weiter. Dies kommt leider vor, dann hat man Pech gehabt.

Oft kommen am Vormittag negative Meldungen, welche den Handel beeinflussen. Dann sinken die Aktienkurse gegen Mittag. Meistens erholen sich die Kurse dann aber wieder und steigen an.

Mein Favorit ist der Aktienkauf gegen Ende des Handelstages, aber nicht ganz zum Ende. Meist so zwei Stunden vor Handelsende sind die Aktienkurse relativ niedrig. Bei volatilen Aktien kann man dies gut beobachten.

Erst notiert die Aktien zehn Prozent im Minus, zum Handelsende sind es mit einmal nur noch sechs Prozent. Dieses Phänomen beobachte ich sehr oft bei volatilen Aktien. Daher kaufe ich meist so zwei Stunden vor Handelsschluss. Dann haben sich die meisten an der Börse ausgetobt und es wird ruhiger. Außerhalb der Handelszeiten kaufe ich nie.

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Man muss auch Meldungen der wichtigsten Wirtschaftsdaten berücksichtigen. Durch die unterschiedlichen Handelszeiten in den USA und Europa, aber auch Asien, kann eine positive oder negative Meldung die Kurse beeinflussen. Ganz wichtig sind die US-Wirtschaftsdaten, danach richten sich die Börsen weltweit.

Aber schon vor den wichtigen Wirtschaftsdaten hat man oft das Gefühl, dass die Börsen irgendwie stillstehen. Sobald die Zahlen raus sind, geht es hoch oder runter. Für langfristige Anleger ist dies eher nicht so wichtig, mehr für Trader.

Es gibt aber auch den sogenannten Hexensabbat. An den Börsen wird vieles gehandelt, auch Terminkontrakte (Futures und Optionen). Viermal im Jahr kommt dies vor, immer am dritten Freitag im letzten Monat des jeweiligen Quartals. Schon die Tage davor geht es oft an der Börse rund. An diesen Tagen sollte man besser nicht kaufen, außer es dreht stark nach unten, dann ja.

Oft fallen auch Freitag die Kurse, vor allem in Krisenzeiten, weil die Investoren Angst vor schlechten Nachrichten am Wochenende haben. Da die Börse dann geschlossen sind, neigen Anleger eher am Freitag zur Gewinnmitnahme oder Verlustbegrenzungen.

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Der Montagmorgen ist vielleicht auch nicht der beste Zeitpunkt zum Aktienkauf. Wenn es am Wochenende schlechte Nachrichten gab, kann es Montagvormittag turbulent an der Börse werden.


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