Erwarte nicht zu schnell zu viel von der Börse, sonst kostet es dich Rendite

Mit fällt immer wieder bei Börsen-Einsteigern auf, dass sie viel zu ungeduldig sind. Sie erwarten viel zu viel von der Börse. Innerhalb kurzer Zeit wollen sie hohe Gewinne machen, sind laufend mit dem Kauf und Verkauf von Aktien beschäftigt, dies klappt meist nicht.

Dies führt nur dazu, dass viel zu hohe Risiken eingegangen werden. Anstatt breiter die Investitionen zu streuen, kaufen sie nur von einer handvoll Unternehmen Aktien, manchmal sogar nur von einem. Dies ist natürlich toll, wenn zwei von den Aktien durch die Decke gehen. Viele Anleger denken auch nur an den Gewinn.

An die Kehrseite denken sie aber nicht. Genauso gut könnten die Aktien aber auch fallen und der Wert des Depots sehr stark einbrechen. Deswegen ist es so wichtig, dass man breiter streut. Die Praxis hat gezeigt, dass wenige Aktien im Depot langfristig fast immer ein Problem darstellen. Oft sieht man dies erst in Jahren, manchmal auch sehr viel schnell, binnen Tagen.

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Es spricht nichts dagegen, über die Jahre 100 oder mehr verschiedenen Aktien im Portfolio zu haben. Breit gestreut, nie bereut. Wenn man stets Qualitätsaktien kauft, dann wird sich das Depot langfristig gut entwickeln.

Es heißt auch, Gier frisst Hirn. Da ist durchaus etwas dran. Einige würden jetzt sagen, wenn man 100 Aktien im Depot hat und eine verdoppelt sich, dann bemerkt man das gar nicht im Depotwert. So ist es nicht. Solange man viele Qualitätsaktien hat, steigen die auch über die Zeit. Somit steigt dann auch das gesamte Depot im Wert.

Wenn man hingegen Schrottaktien kauft, dann ist es in der Tat so, dass man dann nichts davon im Depot bemerkt, wenn sich eine gute Aktie verdoppelt.

Nun kommen einige auf die Idee, von einer Aktie, die gut läuft, weitere nachzukaufen, über die Jahre mehrmals. Ich mache dies nicht. Der Grund ist, weil sich damit das Risiko für einzelne Positionen erhöht. Jede Position ist beim Kauf bei mir ungefähr gleichgroß. Somit ist das Risiko meines eingesetzten Kapitals auf jede Position gleichmäßig verteilt. Dann wird auch nicht mehr nachgekauft. Es gibt ausreichend gute Aktien, in die man investieren kann.

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Man muss Geduld haben, anders geht es nicht. Theoretisch ist es so, dass sich der Wert der Aktie mit dem Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens verändert. Verdient das Unternehmen Geld, ist die Aktie mehr wert und steigt. Macht es Verlust, ist die Aktie weniger wert. Manchmal gibt es Ausnahmen an der Börse.

Wenn du mit deinen Aktien im Depot besser abschneidest, als wenn du dir einen ETF gekauft hättest, dann kannst du sehr zufrieden mit dir sein. Solltest du schlechter abschneiden, dann solltest du durchaus einmal über deine Aktienauswahl nachdenken.

Vergleiche sind allerdings schwer, wenn du nur eine handvoll Aktien im Depot hast. Es sollten schon einige Dutzend sein, damit du einen vernünftigen Vergleich anstellen kannst. Auch sollte man bisschen danach gehen, was man für Aktien im Depot hat. Du kannst keine Industrieaktien mit dem NASDAQ-100 vergleichen, eher mit dem Dow Jones oder DAX. Hast du von jedem etwas, dann eher mit dem S&P 500.

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