Gier frisst Hirn an der Börse – weg mit den Emotionen

Gordon Gekko im Film „Wallstreet“ bezeichnet Gier als etwas Gutes. Es ist nicht verwerflich, wenn jemand viel Geld verdienen und besitzen möchte. Ich laufe auch stets dem Geld hinterher. Es heißt ja auch, folge dem Geld.

Nur sollte man, bevor man etwas macht, vorher das Hirn einschalten. Dies gilt im Leben und auch für die Börse. Emotionen sind toll, im Fußballstadion. An der Börse haben sie aber absolut nichts zu suchen, die kosten nur Geld.

Wenn ich neue Aktien-Perlen suche, was ich ständig mache, dann schaue ich mir natürlich immer an, welche Aktien in letzter Zeit gut gelaufen sind. Oft stößt man dabei auch auf Aktien, welche zweistellige Kurszuwächse am Tag haben. Über einige Wochen haben sie teilweise sogar um hunderte Prozent zugelegt.

Darüber berichten dann meist auch die Finanzwebseiten im Internet. Es ist schön, dass sie es machen, meist allerdings nur für die Webseiten, weil sie damit Geld verdienen. Ihr eigenes Geld hat der Autor meist nicht investiert.

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Viele Unternehmen, welche solche Kurszuwächse hingelegt haben, verdienen gar kein Geld, sie machen nur mehr Umsatz, was den Aktienkurs in die Höhe treibt, zusammen mit den Spekulanten. Der Verlust steigt in der Regel dann aber auch.

Fall bloß nicht auf solche Meldungen herein. Die Gefahr, dass die Kurse irgendwann danach wieder einbrechen, sind groß. Es gibt Ausnahmen, die musst du finden. Wenn ein Aktienkurs stark steigt und das Unternehmen wirtschaftlich gut dasteht und wächst oder zumindest der Verlust sinkt, dann sollte man sich mit der Aktie auch mal beschäftigen.

Du solltest aber unbedingt sehr gut recherchieren, dir auch die letzten Meldungen von Analysten durchlesen. Bei so hohen Kurssprüngen gibt es garantiert welche. Versuche herauszufinden, ob das jetzt nur kurzfristig so läuft oder ob auch in den nächsten Jahren die Kurse steigen werden.

Eine Garantie für weitere Kurssteigerungen gibt es nie, dass ist Börse. Die Vergangenheit sagt nichts über die Zukunft aus. Risiko ist immer dabei, vor allem bei volatilen Aktien, da auch etwas mehr.



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