Halbleiter-Aktie des Tages: Kulicke & Soffa Industries Inc.

Bei Halbleitern schießen einem sofort die Namen TSMC, Intel, Samsung, Qualcomm oder Texas Instruments durch den Kopf. Nur dieser unbesungene Held der Halbleiterbranche fällt dabei niemanden ein, die Kulicke & Soffa Industries Inc. (WKN: 854118 / ISIN: US5012421013), KGV von 9! Noch unterbewerteter geht kaum, Kursabschlag von fast 30 Prozent aktuell.

Kulicke & Soffa ist einer der Profiteure des weltweiten Chipmangels. Das Unternehmen aus Singapur existiert bereits seit 1951, ist damit älter als so ziemlich alle anderen in dieser Branche und einer der Pioniere in diesem Sektor. Der Börsenwert liegt gerade einmal bei etwas über 2,9 Milliarden Euro.

Die beiden Gründer Fred Kulicke und Albert Soffa arbeiteten damals bei Proctor Electric in Philadelphia, wo sie zusammen Kuchenmixer und elektrische Bügeleisen entwickelten. 1951 machten sie sich dann mit einem kleinen Büro selbstständig und entwickelten Lösungen für Fertigungsprobleme. Eines der ersten Produkte war eine Wurstfüllmaschine.

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1956 wurde der Nobelpreis für Physik an drei Ingenieure verliehen, welche damals bei Bell Labs arbeiteten und zuständig für die Entwicklung eines Halbleiterchips waren. Noch bevor die wieder aus Stockholm zurück waren, wurde Kulicke & Soffa von Bell Labs mit der Entwicklung der Fertigungsanlage beauftragt.

Es gelang ihnen tatsächlich, den weltweit ersten Drahtbonder zu entwerfen. So wurde das Unternehmen zu einem der weltweit ersten Designer und Hersteller von Halbleiter-Montageanlagen. Heute ist Kulicke & Soffa sogar der weltweit größte Hersteller und Lieferant von Halbleiter-Montageanlagen.

Um das Wachstum voranzutreiben und die Produktpalette auszubauen, wurde vermehrt über die Jahre auf strategische Zukäufe gesetzt, zuletzt Anfang 2021 die Uniqarta Inc. für 26,3 Millionen US-Dollar.

Der Q4-Bericht 2021 kann sich sehenlassen, Einnahmen 485,3 Millionen US-Dollar (173,1 Prozent Wachstum zum Vorjahresquartal), Nettogewinn 133,7 Millionen US-Dollar (746,2 Prozent Wachstum zum Vorjahresquartal) und Non-GAAP-Nettogewinn von 138,3 Millionen US-Dollar (535,7 Prozent Wachstum zum Vorjahresquartal). Die aktuelle Dividendenrendite beträgt rund 1,33 Prozent.

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