Nutz die Dummheit der anderen an der Börse zu deinem Vorteil!

Der Herdentrieb an der Börse kann ziemlich tückisch sein, die Mehrheitsmeinung der Masse ist oft von wenig Erfolg geprägt, Gewinner gibt es meist nur wenige. Das wohl bekannteste Beispiel für den Herdentrieb ist die Entstehung und letztendlich das Platzen der Dot-com-Blase. Die Aktienkurse sind von einem Höchststand zum nächsten geeilt, viele sind auf den Zug aufgesprungen, bis er entgleist ist.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob man nicht die Dummheit der Masse zu seinem Vorteil nutzen kann, wäre doch toll, oder?

Wenn man sich die Unternehmen mal etwas genauer anschaut, welche gerne von der Masse gekauft werden, dann haben sie meist alle drei Sachen gemeinsam. Sie werden permanent in den Medien gehyped, sind jung und verdienen kein Geld. Von Value-Wert kann hier also gar keine Rede sein, es gibt meist keinen Value und hier liegt auch die Gefahr. Während man bei soliden Unternehmen, die seit Jahrzehnten Gewinne einfahren und sich am Markt behauptet haben, ohne weiteres einen Kursrücksetzer oder schlechteres Quartal aussitzen kann, sollte man dies bei den gehypten Aktien nicht machen. Wenn solche Aktien abstürzen, kommen sie meist nicht mehr hoch.

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Allerdings gibt es dieses Phänomen auch bei alten Unternehmen, die schon sehr lange an der Börse notiert sind und Milliarden-Gewinne erwirtschaften, die Aktien steigen immer höher und höher, bis das Unternehmen deutlich überbewertet ist, dann kommt der Kursabsturz. Du musst also vorher aussteigen. Bevor du aber aussteigst, musst du erstmal einsteigen und die Aktie kaufen. Das Ganze nennt sich Trendfolge. Du musst erkennen, wann ein Trend vorliegt und möglichst früh einsteigen, den Letzten beißen nämlich die Hunde. Wie macht man das nun?

Du suchst dir eine Aktie die steigt und sehr viel täglich gehandelt wird, so hast du einen kleinen Spread und findest für deine Aktie auch schnell wieder einen Käufer. Der Aufwärtstrend sollte aber schon etwas länger stattfinden, ein Kursanstieg über mehrere Tage muss noch keinen Trend bedeuten. Du nimmst dir jetzt den Chart vor und zeichnest zwei Linien, eine oben über die Höchstkurse und eine unten über die Tiefststände. Somit entsteht quasi ein Kanal. Wenn dieser Kanal nach oben zeigt, liegt ein Aufwärtstrend vor, wenn er nach unten zeigt, ein Abwärtstrend.

Wenn der Aktienkurs mehrfach die untere Linie durchbricht, ist der Aufwärtstrend nicht mehr ganz in Ordnung und man sollte verkaufen. Wenn bei einem Abwärtstrend die obere Linie mehrfach durchbrochen wird, könnte das Ende des Abwärtstrends gekommen sein und man könnte kaufen, sicherheitshalber würde ich aber immer noch etwas abwarten. Theorie und Praxis sind an der Börse immer Zweierlei.

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Nun musst du natürlich noch das Risiko absichern. Setze unbedingt eine automatische Verkaufsorder, für den Fall, dass der Aktienkurs sinken sollte. Wenn die Aktie steigt, musst du natürlich das Stop-Loss immer nach oben nachziehen. Manchmal sind die Kursgewinne nicht so groß, deswegen sind die Kosten sehr wichtig. Nimm unbedingt einen Broker, der geringe Gebühren hat, sonst fressen die Gebühren und Steuer deinen Gewinn auf, ich empfehle Trade Republic*, ein Kauf oder Verkauf kostet nur 1 Euro Gebühren.

Viel Erfolg!

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