Deutsche Hochdividendenaktie des Tages: Müller – Die lila Logistik SE

In Deutschland fehlen aktuell rund 100.000 LKW-Fahrer und in ganz Europa bis zu 500.000. Dies ist auf der einen Seite ärgerlich für die Speditionen, auf der anderen Seite kalkuliert man in der Branche auch gerne dadurch mit höheren Margen, Angebot und Nachfrage eben.

Eine interessante Aktie in diesem Bereich ist Müller – Die lila Logistik SE. Der Logistiker beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiter an ca. zwei Dutzend Standorten in Deutschland und Polen. Die Kunden stammen aus den Bereichen Automotive, Electronics, Consumer Goods, Industrial, Medical & Pharma. Rund 89,1 Prozent des Umsatzes 2021 wurde in Deutschland erwirtschaftet.

Es gibt auch noch eine kleine Immobiliesparte, wo Logistikimmobilien für individuelle Produktions- und Dienstleistungsprozesse sowie zur Lagerung an Kunden vermietet werden.

Das Geschäftsjahr 2021 verlief hervorragend, der Umsatz stieg auf 135,08 Millionen Euro (Vorjahr 133,02 Millionen Euro), der Gewinn nach Steuern stieg zugleich auf 10,09 Millionen Euro (Vorjahr 1,3 Millionen Euro).

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Da es so gut lief, wurde für 2021 eine Rekorddividende in Höhe von 0,40 Euro ausgeschüttet (Vorjahr 0,20 Euro) zuzüglich einer Sonderdividende von 0,80 Euro. Dies ergibt eine aktuelle Dividendenrendite von rund 21,43 Prozent. Selbst wenn es keine Sonderdividende für 2022 geben würde, reden wir immer noch von einer Dividendenrendite in Höhe von 7,14 Prozent.

Seit Juni 2022 hat sich die Aktie mehr als halbiert, dies ergibt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von 5!

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat die Aktie sich fast verdoppelt, hinzu kommen die Dividenden. Für die Anleger war dies eine gute Investition.

Man sollte die Aktie dennoch eher aus Dividendensicht betrachten und dann über Jahrzehnte halten, wenn man einsteigt. Der Gewinn ist die Dividende. Wenn es dennoch aufwärts geht mit dem Aktienkurs, super.

Fakt ist, LKW-Fahrer sind knapp und dies wird sich auch erst einmal wohl nicht ändern. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Lage noch einmal verschärft, da die ukrainischen Fahrer fehlen. Je knapper etwas ist, desto mehr kann man an der Preisschraube drehen. Wer viele Fahrer beschäftigt, wird auch sein Geld verdienen können, selbst wenn es zu einer Rezession kommt. Die Waren müssen schließlich transportiert werden.

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