Die Deutschen sind, was Geld angeht, ein Volk von Angsthasen

Der Deutsche liebt sein Sparbuch, sein Bargeld, seinen Bausparvertrag und seine Lebensversicherung. Von Versicherungen können viele gefühlt gar nicht genug bekommen, sie sind hoffnungslos überversichert. Auf die Idee, wenigstens einmal die Tarife zu vergleichen, ob man nicht bei einem anderen Anbieter etwas sparen kann, kommen sie auch nicht. Oft überschneiden sich die Policen sogar, einiges ist mehrfach versichert.

Jeden Monat buchen die Versicherer fleißig Geld vom Konto ab, immer schön pünktlich. Dann gehen noch die Miete, Nebenkosten und Kreditraten ab und schon ist das Konto blank, bereits am Monatsanfang, nachdem das Gehalt gerade erst auf dem Konto eingegangen ist. Den Rest des Monats wird das Konto im Dispo geführt, zu horrenden Zinsen. Die Bank freut sich.

Wenn ich mich so im Bekanntenkreis umhöre, wird laufend gejammert, dass es keine Zinsen mehr gibt und sie kein Geld haben. Die haben schon Geld, verdienen gut, schmeißen es nur mit beiden Händen zum Fenster hinaus. Und was machen die dann? Sie packen ihr bisschen Geld weiterhin auf das Sparbuch, vielleicht noch auf ein Tagesgeldkonto, wenn es hochkommt.

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Auf die Börse reagieren alle allergisch. Es wird nur gejammert, dass sie kein Geld haben, aber das Geld für sich arbeiten zu lassen, dass wollen sie auch nicht. Sie könnten ja alles verlieren. Selbst ein ETF kommt für sie nicht infrage, mal abgesehen davon, dass sie nicht einmal wissen was das ist.

Sie wollen sich auch nicht damit beschäftigen. Es gefällt ihnen in ihrem Hamsterrad, inklusive Gejammer. Wer aus dem Hamsterrad heraus will, muss sein Geld für sich arbeiten lassen und seine Kosten im Griff haben. Es ist der schönste Moment, wenn man feststellt, dass man an der Börse im Jahr durch langweiliges Buy and Hold mehr verdient, als im normalen Job. Ein super Gefühl.

Jede Kapitalanlage bietet Risiken. Wenn man sein Geld breit streut, sei es über viele einzelne Qualitätsaktien oder auch über ETFs, dann ist das Risiko überschaubar. Die Angst muss raus aus den Köpfen der Menschen. Wir brauchen mehr finanzielle Bildung. Allerdings fürchte ich, dass dies auch nicht viel bringen wird. Viele Menschen sind einfach nicht bereit, sich überhaupt mit ihren Finanzen zu beschäftigen oder zu bilden. Sei schlau, mach es besser als die Masse!

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