Niederländische Aktie des Tages: ASML Holding N.V.

Wer Aktien von Halbleiterunternehmen in seinem Depot hat, wie ich, der musste mittlerweile um die 20 Prozent Kursverluste hinnehmen. Dies ist wenig überraschend, die weltweite Nachfrage schwächelt.

Wir haben eine hohe Inflation und um diese zu bekämpfen auch noch hohe Zinsen. Die Menschen konsumieren infolge dessen weniger, weil sie sich vieles nicht mehr leisten können. Ein guter Kunde von Halbleiterherstellern sind Automobilbauer. Auch bei denen ist der Absatz zurückgegangen.

Nach dem Corona-Schock konnten erst gar nicht genug Halbleiter produziert werden, so hoch war die weltweite Nachfrage. Dann kam der russische Angriff auf die Ukraine und alles veränderte sich. Mittlerweile schätzen Analysten, dass auch 2024 noch ein Übergangsjahr in der Halbleiterindustrie sein wird. Vermutlich ab 2025 könnte es wieder stärker aufwärtsgehen.

Nun kann man direkt in die Halbleiterhersteller investieren oder aber auch in die Maschinenbauer. Der große Platzhirsch ist die niederländische ASML Holding (WKN: A1J4U4 / ISIN: NL0010273215), wobei das noch untertrieben ist ASML ist der weltweit führenden Hersteller von Lithographieanlagen für die Halbleiterindustrie.

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Für den Zeitraum Juli bis Ende September 2023 hatten Analysten mit einen unveränderten Auftragseingang von 4,5 Milliarden Euro gerechnet, geworden sind es aber nur 2,6 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vorquartal 42 Prozent Rückgang. Die Anleger haben natürlich nicht gejubelt. Das Management geht erst wieder für 2025 von einem starken Wachstum aus. Dies wird wohl auch auf die Halbleiterhersteller zutreffen.

Für die aktuell modernsten Lithographieanlagen der Welt ist ASML der einzige Hersteller. Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass die USA Exportbeschränkungen für diese Branche verhängt haben. ASML hat überdurchschnittlich viele Bestellungen aus China erhalten, die decken sich offenbar noch einmal mit den Anlagen ein.

Im dritten Quartal 2023 betrug der Umsatz auf 6,673 Milliarden Euro (Q2 2023: 6,902 Milliarden Euro), das EBITDA 2,359 Milliarden Euro (Q2 2023: 2,444 Milliarden Euro) und das Nettoergebnis 1,893 Milliarden Euro (Q2 2023: 1,942 Milliarden Euro). Es geht alles zurück, dies mögen die Anleger nicht.

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Die Aktie wird aktuell mit einem Kursabschlag von fast 30 Prozent gehandelt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei 30, die Dividendenrendite bei 1,08 Prozent. Der Aktienkurs könnte noch weiter nachgeben. Ich denke nicht, dass wir die Talsohle schon gesehen haben, auch wenn die Börse der Realität immer einiger Zeit voraus ist.

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