In der Ruhe liegt der Gewinn an der Börse

Es sind derzeit sehr unruhige Zeiten für die Wirtschaft. Laut einer aktuellen Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle steht uns eine Bankenkrise bevor. Nach optimistischen Schätzungen ist von Kreditausfällen in Höhe von 127 Milliarden Euro die Rede, nach pessimistischen Schätzungen 624 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank/Postbank hat gerade bekannt gegeben, dass ein Prozent ihrer Kunden ihre Kredite nicht bedienen können und um Stundung gebeten haben, in Summe 70.000. Die Sparkassen haben 170.000 Kunden mit Stundungen, die Commerzbank 30.000. Bisher ist dies noch kein Problem, kann es aber noch werden. In den USA wird dies wahrscheinlich noch viel schlimmer ausfallen. Dies kann sich auch wieder auf die Börse niederschlagen.

Daher ist es ganz wichtig, ich predige es gebetsmühlenartig eigentlich immer, mache es jetzt auch wieder, die Füße stillzuhalten. Finger weg von der Verkaufstaste. Die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Crash ist noch immer hoch. Die Zahlen vieler Unternehmen sehen nicht gut aus.

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Walgreens hat gerade bekannt gegeben, per Ende Mai, innerhalb von drei Monaten, einen Verlust von 1,71 Milliarden Dollar verzeichnet zu haben. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,03 Milliarden Dollar Gewinn. Jetzt werden 4.000 Stellen gestrichen. Man müsste annehmen, dass es bei Walgreens halbwegs wirtschaftlich gelaufen sein müsste, da alle Läden geöffnet waren. So war es aber nicht. Bei anderen Unternehmen wird es ähnlich sein.

Die zweite Jahreshälfte wird turbulent an den Börsen. Daher ruhig bleiben, nicht anfangen Wertpapiere abzustoßen, außer das Unternehmen steht kurz vor der Pleite. Kaufen, statt verkaufen.

Momentan steigen die Tech-Aktien, andere Branchen bewegen sich momentan eher seitwärts. Die Profis halten sich mit Aktienkäufen noch zurück, sie gehen von einem weiteren Crash aus. Ich denke das auch, bin daher noch nicht vollständig investiert. Hin und wieder kaufe ich aber mal.

Daher sollte man sein Pulver noch etwas trocken halten. Die Schnäppchen kommen noch. Lege dich aber am besten nicht auf eine bestimmte Aktie fest und renn der hinterher. Es ist wie mit der Straßenbahn, ist sie weg, kommt die nächste in Kürze.

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Überlege dir, in welche Sektoren/Branchen du investieren möchtest. Dann beobachte diese. Du kannst eine Watchlist anlegen mit diesen Unternehmen, welche dich interessieren. Ich habe meine bei Onvista, ist kostenlos. Pro Watchlist kann man 50 Aktien eintragen. Du kannst aber mehrere Watchlisten anlegen, wenn dir 50 Aktien nicht ausreichen. Sortiere sie dir dann nach Sektoren. Stelle das so ein, dass die mit dem höchsten Tagesverlust oben steht. Dann kannst du das leichter überblicken.

Wenn du eine Aktie siehst, wo du denkst, die ist jetzt günstig, dann kaufe sie. Ansonsten warte ab. Es wird noch viele Möglichkeiten geben. Ich würde mich aber auf die Unternehmen konzentrieren, die auch in der jetzigen Krise Gewinn machen. Du musst keine Schrottaktien kaufen. Kaufe die Qualitätsaktien.

Wenn mehrere Aktien für einen Kauf infrage kommen und deine finanziellen Mittel begrenzt sind, würde ich danach gehen, welche am weitesten vom Februar-Höchstkurs noch entfernt ist.



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