Rüstungsaktie des Tages: Hensoldt AG

Am Dienstag machte die Meldung die Runde, dass der Rüstungskonzern Hensoldt AG (WKN: HAG000 / ISIN: DE000HAG0005) die Münchener ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH kaufen möchte, Kostenpunkt 730 Millionen Euro. Um die Übernahme stemmen zu können, hat Hensoldt 241 Millionen Euro bei den Anlegern eingesammelt, der Rest soll über Kredite finanziert werden.

ESG ist ein führender plattformunabhängigen Systemintegrator sowie etablierter Technologie- und Innovationspartner für Verteidigung und Sicherheit. Hensoldt möchte gerne ein führender europäischer Anbieter von nahtlos integrierten Lösungen für die Verteidigung und Sicherheit werden, dies würde somit passen.

Die Übernahme wird voraussichtlich bis zum 1. Halbjahr 2024 abgeschlossen sein, sofern alle behördlichen Genehmigungen vorliegen. Da der deutsche Staat aus sicherheitspolitischen Interessen 25,1 Prozent an Hensoldt hält, dürfte es da wohl keine Probleme geben, zumal der Bund sich mit 60 Millionen Euro an der Kapitalerhöhung für die Übernahme beteiligt hat. Dies hätte er ja wohl kaum getan, wenn er der Übernahme nicht zustimmen würde.

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Hensoldt produziert wichtige Komponenten für Radarsysteme, welche beim Kampfjet Eurofighter oder bei Panzern eingesetzt werden. Die produzierten Kamerasysteme werden bei Drohnen eingesetzt, wie bei der türkischen Bayraktar-Drohne, welche am Anfang des Krieges in der Ukraine eine große Rolle gespielt hat.

Die Hensoldt-Aktie hat seit April 2023 mehr als ein Drittel verloren. Damals kamen kritische Berichterstattungen über Geschäfte in Uganda und Katar auf.

Im dritten Quartal 2023 betrug der Umsatz 410 Millionen Euro (Vorjahresquartal 418 Millionen Euro), das EBITDA 69 Millionen Euro (Vorjahresquartal 65 Millionen Euro) und das Nettoergebnis 13 Millionen Euro (Vorjahresquartal 16 Millionen Euro).

Rüstungsaktien sind derzeit sehr interessant. Der Vorstandvorsitzende von Rheinmetall sagte neulich, dass sein Konzern die nächsten zehn Jahre mit der Abarbeitung aller Aufträge beschäftigt ist. Solange wird es dauern, bis die NATO-Armeen ihre Lager wieder gefüllt und alles ersetzt haben, was sie an die Ukraine verschenkt haben. Dies wird vermutlich bei anderen Rüstungskonzernen, wie Hensoldt, nicht viel anders aussehen.

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