Spekulative Wachstumsaktie des Tages: 123fahrschule SE

Die 2016 gegründete Kölner 123fahrschule SE (WKN: A2P4HL / ISIN: DE000A2P4HL9) hatte sich bisher stark auf die digitale Führerscheinausbildung konzentriert. Online-Theorieunterricht war während der Corona-Pandemie als Ausnahmeregelung erlaubt, daher wenig verwunderlich. Dafür hatte 123fahrschule eine App entwickelt, welche alle Fragen von TÜV und der DEKRA enthält. Nach Beendigung der Pandemie war E-Learning rechtlich nicht mehr erlaubt.

Mittlerweile hat die Verkehrsministerkonferenz (22./23. März 2023) ein Eckpunktepapier zur Digitalisierung der Fahrschülerausbildung beschlossen, womit E-Learning in Zukunft auf Dauer möglich sein soll. Dies muss aber noch in Gesetze verpackt werden.

2022 beschäftige 123fahrschule 151 Fahrlehrer (Vorjahr 95) und unterhielt 60 Niederlassungen, ein Plus von 10 Niederlassungen gegenüber dem Vorjahr, durch zehn Akquisitionen 2022. Dort wird natürlich auch der Theorieunterricht neben dem Fahrtraining angeboten.

Die Fahrschulanmeldungen konnten 2022 auf 9.200 gesteigert werden (Vorjahr 6.400). Es sind eigentlich sogar mehr, aber zur besseren Vergleichbarkeit beziehen sich die Zahlen nur auf das Privatkundengeschäft (Klassen A, B, BE). Es wurden 162.391 Fahrstunden gegeben, ein Plus von 55,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Für die Zukunft verspricht man sich auch einiges vom Franchisegeschäft. Es sollen in Zukunft viele weitere Übernahmen erfolgten, um das Wachstum weiter voranzutreiben. Viele Fahrschulen werden von älteren Beitreibern geführt, welche sich der Rente nähern. Diese finden dann oft keinen Nachfolger und da schlägt 123fahrschule dann zu, um das Regionalgeschäft auszubauen.

Der Umsatz 2022 stieg auf 16,668 Millionen Euro, ein Plus von 114,8 Prozent. Die operativen Gesellschaften weisen einschließlich der Fahrlehrerausbildung zum Jahresende ein EBITDA von 824.000 Euro aus (Vorjahr -352.000). Das Ergebnis wurde durch Investitionen zur Sicherstellung einer weiteren Skalierbarkeit, Investitionen in das Bildungsgeschäft, Prozesse und Strukturen sowie die IT-Entwicklung und Interessenvertretung belastet. Das EBITDA verbesserte sich insgesamt auf -2,663 Millionen Euro (Vorjahr -3,79 Millionen Euro).

Dieses Unternehmen wird als IT-Unternehmen betrachtet, somit musste die Aktie auch einige Federn lassen. Ob wir die Talsohle bereits gesehen haben, ist schwer abzuschätzen. Wenn das Wachstum so weitergeht und ein positives EBITDA herauskommt, dann wird es interessant.

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