Verlierer-Aktien verkaufen, Gewinner-Aktien aufstocken?

Aktienstrategien gibt es viele. Eine lautet, Verlierer verkaufen, Gewinner aufstocken. Beim ersten Teil gehe ich mit. Wenn eine Aktie es nicht bringt, fliegt die bei mir aus dem Depot und ich realisiere auch die Verluste damit. Kann man später mit Gewinnen verrechnen. Es wird immer mal ein Unternehmen aufgekauft und dann sind Verluste hilfreich, diese gegenzurechnen.

Allerdings muss man erst einmal definieren, was eine Verlierer-Aktie überhaupt ist. Für mich müssen da mehrere Faktoren zusammenkommen. Nur weil eine Aktie sich seitwärts bewegt, ist nicht gleich eine Verlierer-Aktie. Es könnte ja sein, dass die Dividende ganz üppig ausfällt.

Der Umsatz und Gewinn muss einbrechen, der Aktienkurs auch. Allerdings muss man sich auch hier anschauen, warum das passiert ist. Denk mal an ein Versicherungsunternehmen. Wenn es in einem Jahr viele Naturkatastrophen gibt, können diese die Bilanz ganz schön verhageln. Der Versicherer hatte aber nur Pech. Es ist dadurch kein schlechtes Unternehmen. Wenn es nächstes Jahr weniger Naturkatastrophen gibt, dann steigt auch der Gewinn wieder. Zusätzlich werden natürlich gleich auch mal die Prämien für alle Kunden das nächste Jahr erhöht. Deswegen liebe ich Versicherer ja so. Steigen die Kosten, steigen die Prämien. Am Ende zahlt es immer der Kunde.

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Deshalb muss ein weiterer Faktor neben schlechte Geschäftergebnisse hinzukommen. Dieser Faktor ist die Zukunftsaussicht. Wenn das Unternehmen selbst und die Analysten nicht sagen können, wann wieder bessere Zeiten kommen, dann ist Vorsicht angebracht. Unsicherheit mögen Börsianer gar nicht. Dann schmiert die Aktie meist über einen längeren Zeitraum ab.

Nun kommen wir zum Aufstocken der vorhandenen Aktienposition. Ich bin da immer sehr vorsichtig und mache dies nicht. Dafür gibt es zwei Gründe. Ich bin ein gebranntes Kind. Oft war es so, in dem Moment wo ich aufgestockt hatte, war der Lauf vorbei, es ging abwärts.

Das zweite Problem ist dann das Klumpenrisiko. Es ist fast immer so, wenn es mit einer Aktie im Depot Probleme gibt, dann bei der größten Position. Ich bin schon seit vor dem Platzen der Internetblase an der Börse. Den Fehler kenne ich aus eigener leidhafter Erfahrung. Ich habe ihn am Anfang durchaus öfter auch gemacht. Seit langem aber nicht mehr. Man lernt ja irgendwann dann doch mal dazu.

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Deshalb recherchiere ich gründlich vorher und kaufe dann Aktien für einen bestimmten Betrag. Bei mir sind 1.000 Euro pro Position. Es können auch mal 1.500 Euro sein, kommt darauf an, was die Aktie kostet. Wenn die 750 Euro kostet, dann nehme ich natürlich zwei. Einen Nachkauf gibt es bei mir aber nicht. Mit dieser Methode ist mein Geld gleichmäßig verteilt.

Natürlich kann sich so auch ein Klumpenrisiko bilden, wenn die Aktie gut läuft. Dies ist dann eben so. Ich verkaufe keine, um die Position zu verkleinern. Offenbar sind die Aktien ja gut gelaufen, sonst wären die nicht so stark gestiegen. Wäre ja dumm, die dann zu verkaufen. Die steigen dann sehr wahrscheinlich in der Zukunft auch noch.

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